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Mit Zellen und der darin enthaltenen Erbinformation kennt sich der Ispringer Lukas Hübner aus. Der Student der Molekularen Biotechnologie hat ein Computerprogramm geschrieben, womit sich spezifische DNA berechnen lässt, die zum Nachweis von K.o.-Tropfen in Getränken führt. Foto: Seibel
Mit Zellen und der darin enthaltenen Erbinformation kennt sich der Ispringer Lukas Hübner aus. Der Student der Molekularen Biotechnologie hat ein Computerprogramm geschrieben, womit sich spezifische DNA berechnen lässt, die zum Nachweis von K.o.-Tropfen in Getränken führt. Foto: Seibel
23.10.2015

Lukas Hübner aus Ispringen forscht zum Nachweis von K.o.-Tropfen

Zugegeben: Es wird wohl niemand auf die Idee kommen, auf einer Party zuerst spezielle Säuren in den Cocktail zu kippen, um herauszufinden, ob darin K.o.-Tropfen sind. Aber es würde funktionieren – zumindest mit einer Mischung aus Wasserstoffperoxid, bekannt vom Haare färben, einem Stück DNA und Leuchtstoff.

Das haben Lukas Hübner aus Ispringen und seine Mitstudierenden von der Uni Heidelberg bewiesen. „Getestet haben wir das mit farblosen Energydrinks, die blau wurden“, sagt der 22-Jährige.

Eigens für die Forschung hat er ein Computerprogramm geschrieben, das die einzelnen Bestandteile berechnet, die es für den Versuch braucht. Das Prinzip kurz und knapp erklärt: Die DNA legt sich um die Moleküle der K.o.-Tropfen und bewirkt, dass aus dem Wasserstoffperoxid reaktiver Sauerstoff wird, der dann durch den Leuchtstoff zu strahlen beginnt – oder, wie im Versuch mit den Energydrinks, eben blau wird. Die Ergebnisse ihrer Forschung haben Hübner und seine Mitstudierenden bei einem renommierten Wettbewerb – dem iGEM im amerikanischen Boston – Ende September präsentiert. Nur theoretisch auf großen Schaubildern. Denn: „Chemikalien dürfen nicht ins Flugzeug.“ Aber es hat trotzdem gereicht – für den dritten Platz bei insgesamt 260 teilnehmenden Teams.