nach oben
Max Giesinger hat es bei "The Voice" nur ins Finale, aber nicht aufs Treppchen geschafft. Trotzdem will er im Musikgeschäft durchstarten.
Max Giesinger hat es bei "The Voice" nur ins Finale, aber nicht aufs Treppchen geschafft. Trotzdem will er im Musikgeschäft durchstarten. © dpa
12.02.2012

Max Giesinger: The Voice war gestern, nun startet Neues

Max Giesinger aus Waldbronn hat bei der Castingshow «The Voice of Germany» den undankbaren vierten Platz belegt. Jetzt blickt er im Interview mit PZ-news nach vorne und spricht über seine Pläne.

PZ-news: Max, Du bist mit hohen Ambitionen ins Finale gegangen. Dann ist es nicht ganz rund gelaufen. Woran lag's?

Giesinger: «Wieso nicht ganz rund gelaufen? Weil ich Vierter geworden bin? Ich fand meinen Auftritt eigentlich gut. Deswegen bin ich auch ganz happy. Also mir ging's natürlich auch um den Sieg, aber ich fand's auch ganz wichtig, dass ich im Finale nochmal 'ne richtig gute Performance mach' und das hab' ich auf jeden Fall geschafft.»

PZ-news: Wie war die Stimmung nach dem Finale?

Giesinger: «Außergewöhnlich gut. Ich war recht schockiert, dass ich die Sache so gut aufgenommen hab'. Irgendwie hab' ich einfach gewusst, dass ich Vierter werde. Ich hab' mir gedacht, die anderen haben auch richtig gut abgeliefert, und deswegen war es mir irgendwie schon klar. Und dann habe ich mich gefreut, dass ich jetzt mal wieder ein bisschen zur Ruhe kommen kann und Zeit für mich selbst hab'. Deswegen war ich eigentlich ganz glücklich. Aber heute Morgen war die Enttäuschung auf jeden Fall schon da.»

PZ-news: Was steht jetzt bei Dir an?

Giesinger: «Ich versuche jetzt erst mal, 'ne Woche irgendwo hin zu fahren. Mit Michael Schulte (Mitfinalist) werd' ich wahrscheinlich jetzt erst mal 'ne Woche Auszeit nehmen. Wir werden uns unsere Gitarren packen und irgendwo hin fliegen und "The Voice" mal komplett weglassen. Und dann werde ich wahrscheinlich mein Album machen mit Tino Oac von den Söhnen Mannheims.»

Und so sieht Max die Finale-Bilanz:

Der Mädchenschwarm aus Baden bekam nur knapp 18 Prozent der Stimmen und landete auf dem vierten Platz. Er war als einziger mit einer deutschsprachigen Nummer ins Rennen gegangen. «Dach der Welt», eine eingängige Gitarren-Pop-Nummer, die er selbst geschrieben hat. Die Entscheidung für den Titel bereut der Vollblut-Musiker nicht: «Ich würde genau den Song nochmal singen», sagte er.

Seine schwächste Performance sei «Nine Million Bicycles» gewesen. Den Song hatte er im Duett mit der britischen Sängerin Katie Melua gesungen. «Das ist einfach 'ne Frauen-Nummer. Da konnte ich nicht richtig glänzen», analysierte der 23-Jährige.

Und so plant Max seine musikalische Zukunft:

Nach seinem kurzen Urlaub geht Max ins Studio und nimmt mit Tino Oac von den Söhnen Mannheims sein erstes eigenes Album auf. Was den Stil angeht, bleibt er seiner Linie treu: «Das Album wird auf jeden Fall deutsch. Und man kann sich auf 'n paar coole Songs freuen. Manche werden 'ne Rock Attitude haben, aber viele auch so 'n Akustik-Touch», erzählt er. «Es wird auf jeden Fall was Neues sein. Etwas, was man noch nicht so oft gehört hat in Deutschland.» Auch eine Zusammenarbeit mit seinem Kumpel Michael Schulte hält Max nicht für ausgeschlossen.

Seine Teilnahme an der Casting-Show hält er nach wie vor für eine gute Entscheidung. «Aber jetzt muss es auf jeden Fall einen Max geben, der einfach der Max Giesinger ist, der Musiker, der Songwriter», sagt er und fügt hinzu: «Und nicht der Max Giesinger von "The Voice of Germany"».

Leserkommentare (0)