Nur noch die Überreste von dem Mülleimer stehen, der am Samstag auf dem Spielplatz an der Wilferdinger Straße in Singen mutmaßlich von Jugendlichen zerstört wurde. Schierling
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Mehrere Polizeieinsätze an Wilferdinger Spielplatz: Gemeinde bittet Bürger um Mithilfe

Remchingen-Wilferdingen. In den vergangenen Wochen ist es auf dem Spielplatz in der Wilferdinger Straße in Singen zu mehreren unerfreulichen Vorfällen gekommen. Auch PZ-news hatte über diese Vorfälle berichtet.

Neben beschädigten Parkbänken und einer Explosion in einem Mülleimer seien auch laut schreiende Jugendliche gemeldet worden, wie Remchingens Pressesprecherin Alina di Sannio nun mitteilt.

„Was sich nach jugendlichem Leichtsinn anhört, sind in Wirklichkeit ernstzunehmende Straftaten. Versuchte Brandstiftung, Sachbeschädigung, Ruhestörung – das zieht ernste Konsequenzen nach sich, wenn man erwischt wird“, äußert sich Bürgermeisterin Julia Wieland.

Die Gemeinde Remchingen stehe in engem Kontakt zum Polizeipräsidium Pforzheim. Mehrere hundert Euro Schaden seien durch die Vorfälle entstanden. Bereits 2024 seien ein Spielgerät und eine Sitzgarnitur auf zwei Singener Spielplätzen einer mutmaßlichen Brandstiftung zum Opfer gefallen. Bürgermeisterin Wieland appelliert an die Bürgerinnen und Bürger:

„Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen: Gehen Sie nicht einfach am Geschehen vorbei, sondern melden Sie sich bei der Polizei, wenn Sie etwas beobachten. Genau dafür ist sie da.“

Damit könne nicht nur das Eigentum der Gemeinde geschützt, sondern auch das Wohlbefinden der Anwohnerinnen und Anwohner sowie das Sicherheitsgefühl aller Bürgerinnen und Bürger gewahrt werden.

„Und nur dort, wo sie sich wohlfühlen, spielen Kinder auch gern“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Neben einer besseren und helleren Beleuchtung plane die Gemeinde laut der Pressemitteilung auch eine deutlichere Beschilderung des Bereichs. Diese soll den Rechtsrahmen enger abstecken, sodass zukünftig Platzverweise ausgesprochen werden können. Außerdem werde derzeit die Möglichkeit einer Videoüberwachung geprüft.

„Ich möchte klarstellen, dass es nicht allein Remchinger Jugendliche sind, die auf dem Spielplatz für Unruhe sorgen. Wir wissen auch, dass einige Gruppen mit der Bahn hierherkommen“, so Wieland.

Sie appelliere an die Vernunft der jungen Leute und ihrer Eltern. Die Gemeinde weise zudem auf das auf öffentlichen Spielplätzen geltende Rauchverbot hin. Dies bezieht sich auf klassische Zigaretten aller Art, elektronische Zigaretten, Tabakerhitzer, Verdampfern und vergleichbare Produkte. Verstöße können mit einer Geldstrafe bis zu 200 Euro geahndet werden. Bei wiederholten Verstößen innerhalb eines Jahres kann die Geldbuße bis zu 500 Euro betragen.

„Solche Konsequenzen können aber nur folgen, wenn entsprechende Hinweise auch polizeilich vorliegen. Daher brauchen wir die Mithilfe unserer couragierten Bürgerinnen und Bürger“, so die Bürgermeisterin abschließend.