Miguel Klauß will mit seinen 34 Jahren frischen Wind in den Landtag bringen. Foto: Meyer
Region
Miguel Klauß in PZ-Serie „10 Fragen in 10 Minuten“: „Wir haben patriotische Politik zu bieten“

Kreis Calw. Im Format „Zehn Fragen in zehn Minuten“ stellen sich die Landtagskandidaten vor der Kamera den Fragen der PZ. Dieses Mal: Miguel Klauß.

PZ: Sagen Sie uns doch einmal etwas ganz Neues über sich.

Miguel Klauß: Was ganz Neues? Ganz neu ist es nicht, aber vor fünf Monaten bin ich Familienvater geworden. Das ist für mich täglich neu.

Wann waren Sie das letzte Mal richtig glücklich?

Das letzte Mal richtig glücklich? Das war auch wieder vor fünf Monaten bei der Geburt meines Sohnes. Grundsätzlich bin ich eigentlich jeden Tag glücklich, wenn ich meine Familie sehe, sie in den Arm nehmen kann und mit meinem kleinen Sohn spielen kann. Das macht einen täglich glücklich und ich glaube, man sollte auch täglich versuchen glücklich zu sein.

Welche eigene politische Entscheidung bereuen Sie?

Gut, ich hatte noch nie ein politisches Mandat. Deswegen ist es schwierig eine Entscheidung zu bereuen. Aber ich denke mal, wenn ich in den Landtag kommen sollte, dann wird sich das ändern.

Haben Sie in den vergangenen Monaten neue Seiten an sich entdeckt?

Durch die Corona-Pandemie entdecken viele neue Seiten an sich. Bei mir sind es die handwerklichen Tätigkeiten, als die Baumärkte noch offen waren. Da geht man immer tiefer rein. Man findet immer neue Projekte und das macht Spaß und diese neue Seite habe ich so an mir gefunden.

Den 10 Fragen in 10 Minuten stellt sich der AfD-Kandidat für den Landkreis Calw, Miguel Klauß.

Was haben Sie den Wählern zu bieten?

Als AfD-Politiker hat man natürlich patriotische Politik zu bieten. Wir haben die Bürgernähe zu bieten und mit meinen 34 Jahren als Politikneuling kann ich frischen Wind in den Landtag bringen. Ich denke mal, das ist sehr wichtig. Wir sitzen nicht seit Jahrzehnten in den Parlamenten. Wir sind alle Bürger aus der Mitte der Gesellschaft und wir können hier neue Denkansätze in die Politik bringen.

Womit stehen Sie sich manchmal selbst im Weg?

Schwierige Frage. Eigentlich ist in meinem Leben sehr viel gut gelaufen. Deswegen stand ich mir jetzt noch nicht wirklich im Weg.

Wie gehen Sie mit Politiker-Bashing um?

Gut, davon sind wir als AfD-Politiker natürlich schon sehr stark betroffen. Das ist für uns natürlich auch sehr neu gewesen, diese Anfeindungen. Meines Erachtens nach kommen die aber gar nicht so sehr von den Bürgern. Von denen bekommen wir viel Zuspruch im Netz. Eher geht es da um die Anfeindungen, also was ich so persönlich erlebe, von den anderen Parteien und anderen Politikern – dieser Hass und diese Hetze leider gegen uns. Und ich hoffe, dass sich das ändert und ich warte immer noch auf die inhaltliche Entlarvung anstatt Anfeindungen gegen die AfD. Da warte ich schon seit 2013 drauf, aber leider findet die nicht statt.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Corona vorbei ist?

Mit meiner Familie den Wohnwagen zu holen, herzurichten und auf den nächsten Campingurlaub. Darauf freue ich mich am meisten.

Wenn es die AfD nicht gäbe, in welcher Partei wären Sie dann?

Ohne die AfD wäre ich in keiner Partei Mitglied. Ich war vor der AfD auch parteilos. Aber was ich nicht wäre, wäre jetzt Nichtwähler zu sein. Weil ich finde, in einer Demokratie ist es enorm wichtig, seine Stimme abzugeben und deswegen würde ich auf jeden Fall bei einer Wahl meine Stimme abgeben. Das ist extrem wichtig. Ich würde eine der vielen Kleinstparteien wählen, aber nicht mehr die etablierten Parteien.

Was wollten Sie schon immer einmal vielen Leuten sagen?

Klar, das sage ich auch immer an Infoständen: Man soll sich nicht für patriotische Politik oder patriotische Ansichten schämen. Man sollte stolz auf unser Land sein, stolz auf unsere Nation. Wir haben da allen Grund dazu, stolz zu sein auf Deutschland – so, wie es auch andere Bürger in anderen Ländern sind. Da können wir denke ich mal was abschauen und wir sollten nicht dahin triften, wie es Politik und Medien wollen, und uns leider diesen Patriotismus aberkennen lassen. Das finde ich falsch. Dafür kämpfe ich, dafür stehen wir als AfD. Wir haben einfach, wie gesagt, viele Dinge, auf die wir stolz sein können. „Made in Germany“ ist immer noch ein hoch angesehenes Lable in der Welt. Wir haben allen Grund stolz zu sein. Und das möchte ich den Bürgern so sagen: Seien Sie stolz auf Ihr Land und dafür stehe ich und dafür kämpfen wir.

„Politiker und Medien wollen uns leider den Patriotismus aberkennen“, sagt der AfD-Kandidat beim Videointerview mit PZ-Redakteur Dennis Krivec. Foto: Meyer

Zur Person: Miguel Klauß

Partei: AfD

Wahlkreis: 43 Calw

Beruf: Technischer Betriebswirt

geboren: 1986 in Nagold

Wohnort: Nagold-Vollmaringen

Politisches Amt: -