Das Motto in diesem Jahr lautete „Happy Birthday“. Foto: Jochen Lengler
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Missionsfest in Bad Liebenzell: Jedes Kind hat es verdient, seinen Geburtstag zu feiern
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Bad Liebenzell. 4000 Besucher kamen zu den Kindermissionsfesten der Liebenzeller Mission am in den Nordschwarzwald. Nach zwei Jahren Corona-Pause fand die Veranstaltung in Bad Liebenzell in einem neuen Großzelt statt – an beiden Tagen mit identischem Programm. Das Festival stand in diesem Jahr unter dem Motto „Happy Birthday“.

Darauf hatten viele Kindergottesdienst-Gruppen, Jungscharen und Familien aus Süddeutschland hingefiebert. Wenn das Großzelt in Bad Liebenzell öffnet, ist Action angesagt. Denn bei diesem Familiengottesdienst im XXL-Format darf laut gejubelt und gehüpft werden und es fliegen auch mal Luftschlangen und Konfetti durch die Luft. Das Programm beim Kindermissionsfest ist eine bunte Mischung: Mal singen die Kinder fetzige Lieder mit der Band, mal hören sie gebannt zu, dann lachen sie schallend.

In einem Theaterstück ging es um eine riesige Geburtstagsparty. Die „Geburtstags-Superhelden“ Cadou und Mousiki, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn auf einer Feier mal etwas nicht so funktioniert, wie es sollte, kamen selbst in die Bredouille. Aber dank der Unterstützung der Kinder konnte ihnen geholfen werden. Das Theaterstück wurde unter der Leitung von Melanie Widmann extra für das Fest geschrieben und unter anderem von Studierenden der Internationalen Hochschule Liebenzell aufgeführt.

Missionare aus aller Welt berichteten von ihrer Arbeit und erzählten von Geburtstagsbräuchen in ihren Einsatzländern. In Spanien wird den Kindern am Ohrläppchen gezogen. Im afrikanischen Burundi gibt es in der Regel keine Geburtstagsgeschenke, dafür aber viele Komplimente für das Geburtstagskind. In Japan wird am Geburtstag gerne gegrillt. Ramona Kröger berichtete von ihrer Zeit als Missionarin in Ecuador. Viele Kinder wuchsen in schwierigen Familienverhältnissen auf und die Eltern hätten oft nur wenig Geld zur Verfügung.

In armen Gegenden seien Kindergeburtstage meistens nicht möglich. „Der Geburtstag dort ist wie jeder normale Tag, ohne eine Feier“, sagte die Missionarin. Sie berichtete davon, dass sie wöchentlich einen „Kidsclub“ für die Kinder in der Gegend angeboten hatte. Einmal habe sie für alle Kinder, die kamen, eine riesige Geburtstagsparty veranstaltet: „Denn jedes Kind ist wertvoll und hat es verdient, Geburtstag zu feiern.“ Ihr sei die Botschaft wichtig, dass jedes Kind einen unvorstellbar großen Wert bei Gott habe: „Ganz egal, was passiert.“