760_0900_124121_Mu_hlacker_im_Sonnenaufgang_01.jpg
Die Stadt beteiligt sich am Sendererhalt.  Foto: Moritz/Archiv 

Mühlacker Senderretter: Erhalt des Wahrzeichens nimmt konkretere Züge an

Mühlacker. Der Erhalt des Senders in Mühlacker soll ein Gemeinschaftsprojekt werden, an dem sich zusätzlich zu den Investoren auch die Stadt, Bürger und weitere Interessenten beteiligen können.

Es ist eine an Hochspannung kaum zu überbietende Zeit gewesen. Das Coronavirus schlich sich erst langsam in das Bewusstsein der Menschen, der Wahlkampf in den USA war noch weit hin – da stand Mühlacker im März dieses Jahres zurecht im Fokus des öffentlichen Interesses: Denn die Zukunft des Senders, jenes genau 273 Meter hohen Wahrzeichens der Stadt, war in jenen Tagen mehr denn je ungewiss – viele sahen den Mast vor ihrem inneren Auge bereits fallen.

Dass es am Ende – nach jahrelangem Hin und Her – doch noch anders kam und man sich nicht an eine vollkommen neue Silhouette der Stadt gewöhnen muss, ist den Investoren Thomas Knapp, Dieter Eberle, Steffen Ritter, Jürgen Fegert und Hans-Bernd Weiner zu verdanken, die bekanntermaßen nicht nur finanziell ins Risiko gingen und das Areal erworben haben, sondern auch sicherheitstechnisch haften.

Früh war klar: Der Erhalt des Senders – immerhin das größte Bauwerk in ganz Baden-Württemberg und obendrein ein technisches Kulturdenkmal – soll dennoch ein Gemeinschaftsprojekt werden, an dem sich neben der Stadt auch Bürger und weitere Interessenten beteiligen können.

Um dies zu realisieren, wird nun die Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft „Wahrzeichen Sender Mühlacker“ in Angriff genommen. Am Donnerstag soll der Vertrag unterschrieben werden, wie die Investoren in einer Pressemitteilung bekanntgeben.

„Mit der Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft wird der Weg geebnet, das Denkmal leichter erhalten zu können. Damit kann sich die Bürgerschaft auch beim Erhalt und der Unterhaltung des denkmalgeschützten Sendemastes einbringen“, erklärt Thomas Knapp. Die Gemeinnützigkeit erlaube es, Spenden zu akquirieren und für diese dann Spendenbescheinigungen auszustellen.

Wie Knapp auf Nachfrage der PZ betont, fließe sämtliches über Spenden akquiriertes Geld ausschließlich in den Erhalt des Masts.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 10. November, in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.

760_0008_8818738_Lutz_Max

Maximilian Lutz

Zur Autorenseite