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Beeindruckend: die Heimsheimer Jagdhornbläser. Foto: privat
Beeindruckend: die Heimsheimer Jagdhornbläser. Foto: privat
03.08.2017

Musikalische Höhenflüge der Heimsheimer Jagdhornbläser auf Schloss Sondershausen

Heimsheim/Sondershausen. Rufe nach Zugaben bildeten den Lohn für die Heimsheimer Jagdhornbläser, die kürzlich in Schloss Sondershausen in Thüringen aufgetreten sind.

Der gleichnamige Ort Sondershausen liegt ziemlich genau in der Mitte der Achse Kassel-Leipzig. Der Verband Deutscher Falkner (VdF) ist von der Unesco in Deutschland als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden. Der Festakt zu dieser besonderen Auszeichnung fand im voll besetzten Schlosssaal statt. Zuerst im Park, dann im prächtigen Saal des Schlosses spielten sich die Heimsheimer Bläser in die Herzen der Zuhörer. Die Falknerei ist eine Jagdmethode, die als „Kunst mit Vögeln zu jagen“ von Friedrich II. von Hohenstaufen (1194 bis 1250) in den Rang einer Kunst erhoben worden ist. Mit der Erfindung von tragbaren Feuerwaffen ist diese Methode im Laufe des 19. Jahrhunderts fast vollständig vergessen worden. Liebhaber dieser Jagdmethode haben Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen gefunden und diese Jagdmethode wieder gepflegt.

Der Lohn für diese Wiederbelebung der Falknerei ist die Unesco- Auszeichnung. Redner aus Politik, Jagd und natürlich der Falknerei würdigten die Auszeichnung als Kulturerbe. Ihre Beiträge wurden mit höflichem Beifall honoriert. Dem meisten Beifall jedoch erhielten die Jagdhornbläser aus Heimsheim. Mit den gekonnt vorgetragenen Musikstücken auf ihren Parforcehörnern haben sie sicherlich einen großen Anteil daran, dass die Festveranstaltung den Zuhörern in allerbester Erinnerung bleibt. Als weitere Zugabe spielten vier der Heimsheimer Bläser nach Ende der Veranstaltung im Park einige Stücke auf ihren Alphörnern. „Ich habe bisher Alphörner noch nie live gehört. Das hier und die Stücke im Saal haben mir sehr gefallen“, meinte eine sichtlich begeisterte Zuhörerin.