Am Abend gibt es eine Warnung der App NINA – von einem Großbrand und starker Rauchentwicklung ist die Rede.
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NINA warnt vor Großbrand in Bad Liebenzell: Polizei spricht nur von brennender Gartenhütte

Bad Liebenzell. Die Warn-App NINA meldete am Mittwochabend einen Großbrand in Bad Liebenzell. Zunächst sprach die Polizei lediglich von einer brennenden Gartenhütte. Inzwischen zeigt sich: Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, der Schaden liegt bei etwa 350.000 Euro.

In Bad Liebenzell, genauer gesagt im Ortsteil Möttlingen sei es zu einem Großbrand gekommen, neben einer starken Rauchentwicklung bedeute dieser für das Umfeld auch eine Geruchsbelästigung. So heißt es in den Warnungen, die von App NINA am Mittwochabend versendet werden. Aber stimmt das so wirklich?

Ein Großbrand? Davon weiß die Polizei am Mittwochabend auf PZ-Nachfrage nichts. In Möttlingen brenne eine kleine Gartenhütte, von einem Großbrand könne hier allerdings keine Rede sein. Man wisse, dass die Meldung in der App verschickt wurde – allerdings zur Warnung vor der Rauchentwicklung.

Gemeldet wurde der Brand um kurz nach 20 Uhr, eine knappe Stunde später habe sich bereits eine Streife der Polizei wieder vom Ort des Geschehens entfernt, heißt es von der Polizei. Feuerwehr und Polizei seien aktuell zwar noch vor Ort, man gehe jedoch davon aus, dass sich die Maßnahmen in den letzten Zügen befänden.

Doch auch gegen 22 Uhr sei die Lage noch immer unverändert, heißt es später auf Nachfrage der PZ. Man sei weiterhin mit den Löscharbeiten beschäftigt. Ein Großbrand sei jedoch nach wie vor ausgeschlossen. Aber was war denn dann los?

Doch kein kleiner Brand: Zahlreiche Einsatzkräfte bei Brand in Möttlingen im Einsatz

Am Donnerstagmorgen teilt die Polizei mit, der Brand habe rund 100 Feuerwehrleute bis tief in die Nacht beschäftigt und einen Schaden von rund 350.000 Euro verursacht. Am Abend sei eine weithin sichtbare Rauchsäule aufgestiegen. Daraufhin sei auch eine Warnmeldung über die NINA-App verschickt worden. Verletzt worden sei jedoch, wie bereits am Abend bestätigt, niemand.

Die Feuerwehr sei mit 22 Fahrzeugen und einer Drohne angerückt, die Löscharbeiten hätten sich jedoch schwierig gestaltet: Wegen der Bebauung und der Bäume habe man mit den Fahrzeugen nicht direkt an den Brandherd heranfahren können. Auch die massive Bauweise der Hütte sowie die im Inneren abgestellten Maschinen hätten den Einsatz zusätzlich erschwert.

Erst nach zwei Stunden sei es den Einsatzkräften gelungen, das Dach zu öffnen und das Feuer direkt zu bekämpfen. Die benachbarten Wohnhäuser seien vorsorglich evakuiert worden.