Ein Feuer auf dem Gelände des Porsche-Entwicklungszentrums in Weissach hat in der Nacht zum Samstag eine Werkstatthalle zerstört und für einen großen Schaden gesorgt. In der Nachbargemeinde Mönsheim wurden die Bürger aufgefordert, die Fenster zu schließen.
„An der Halle ist ein erheblicher Schaden entstanden“, sagte ein Porsche-Sprecher. In welchem Bereich der Schaden liegt, konnte er am Samstag jedoch nicht beziffern. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Als das Feuer in der Halle ausbrach, ruhte der Betrieb im Testzentrum des Sportwagenherstellers.
Großeinsatz im Testzentrum
Wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte, hatten Mitarbeiter des Porsche-Werkschutzes das Feuer entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Weissach, Leonberg, Mönsheim, Rutesheim, Heimsheim, Weil der Stadt, Sindelfingen und Herrenberg mit den Kreisbrandmeistern aus Böblingen und dem Enzkreis rückten zur Brandbekämpfung an. Darüber hinaus 22 Mitarbeiter des Rettungsdienstes und fünf Streifenbesatzungen der Polizeireviere Leonberg, Sindelfingen und Ditzingen. Um 7 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle.
Wegen einer starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner der Gemeinde Mönsheim vorübergehend aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Schadstoffmessungen der Feuerwehr ergaben aber, dass keine Gefahr für die Anwohner bestand.
Wie es zu dem Feuer im Entwicklungszentrum kommen konnte, ist bisher noch nicht bekannt. Nach Angaben des Porsche-Sprechers war das Feuer wohl an einem abgestellten Auto in der Halle entstanden.
Spezialisten der Polizei sollen den Brandort nun untersuchen. Am Wochenende war das jedoch noch nicht möglich, die Werkstatthalle ist einsturzgefährdet.
Die Arbeit in dem Porsche-Werk soll von dem Brand aber nicht gestört werden. Wie der Porsche-Sprecher weiter mitteilte, werde nun geprüft, ob auf andere Werkstätten ausgewichen werden könne. Insgesamt arbeiten rund 7000 Menschen bei Porsche in Weissach.


