Orkanartige Böen, Hagel und Starkregen: Am Freitagmorgen, gegen 5 Uhr, hat die Nina-Warnapp angeschlagen und eine Unwettermeldung für Teile der PZ-Region gemeldet. Unter anderem in Königsbach-Stein berichten PZ-news-Leser von heftigem Gewitter und Hagel.
Beim Polizeipräsidium und der Feuerwehr Pforzheim war es hingegen ruhig. Wie Pressesprecher Alexander Uhr auf Nachfrage bestätigt, habe ein Blitz in einen Stall in Nagold eingeschlagen. Bei der Feuerwehr gibt es einen weiteren Blitzeinschlag in einem Nieferner Wohnhaus zu vermelden. Ansonsten konnten keine Einsätze in Zusammenhang mit dem kurzen, aber dennoch heftigen Unwetter am Freitagmorgen registriert werden.
Auch ein Video aus der Pforzheimer Bleichstraße hat die Redaktion erreicht. Es zeigt das Gewitter und die vielen Blitze am Freitagmorgen.
In welchen Regionen der Deutsche Wetterdienst vor allem mit gefährlichen Wetterlagen rechnet. Und wann sich die Wetterlage beruhigen soll.
Vor allem für den Südosten des Landes hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Laufe des Vormittags Unwetter vorhergesagt. Heftiger Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, orkanartige Böen um 110 Stundenkilometer und Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Größe sind demzufolge möglich. Auch in anderen Landesteilen seien kräftiger Regen und Gewitter denkbar.
Ab den Mittagsstunden könnten sich in der Nordwesthälfte erste Wolkenlücken zeigen, teilten die Fachleute mit. Allerdings dürften weitere Schauer und Gewitter auftreten. Am Abend soll sich das Wetter dann zunehmend beruhigen. In Oberschwaben könnte es aber noch länger regnerisch bleiben.
Über 30 Einsaätze im Landkreis Ludwigsburg
Umgestürzte Bäume und vollgelaufene Bahnübergänge haben nach einem Unwetter im Landkreis Ludwigsburg für zahlreiche Einsätze gesorgt. Insgesamt rückten die Feuerwehren am Morgen zu über 30 Einsätzen aus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Betroffen waren demnach vor allem Markgröningen, Freiberg am Neckar und Bietigheim-Bissingen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Teile des Landes im Laufe des Vormittags weitere Unwetter vorhergesagt. Heftiger Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, orkanartige Böen um 110 Stundenkilometer und Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Größe waren demnach möglich.
Deutlich kühler - und windig
Dazu wird es nach DWD-Angaben deutlich kühler: Die Höchstwerte sollen im höheren Bergland kaum 20 Grad erreichen, während am Rhein und Neckar bis zu 25 Grad erwartet werden. Der Südwestwind wehe mäßig bis frisch mit starken bis stürmischen Böen. Auf den Schwarzwaldgipfeln seien Sturmböen möglich.
In der Nacht zu Samstag klinge auch im Allgäu der Regen ab. Danach soll es aufklaren. Die Temperaturen sollen auf 16 bis 12 Grad zurückgehen, im Bergland könnten noch starke bis stürmische Böen auftreten.
Wochenende wird ruhiger
Am Samstag wechseln sich laut der Vorhersage Sonne und Wolken ab. Vereinzelt seien Schauer oder ein kurzes Gewitter drin, bei Höchstwerten zwischen 20 Grad im oberen Bergland und 26 Grad am Rhein.
In der Nacht zu Sonntag bleibt es dem Wetterdienst zufolge wolkig bis gering bewölkt und meist trocken. Die Frühwerte liegen voraussichtlich bei 17 bis 10 Grad; am kühlsten sei es dabei in Oberschwaben.
Am Sonntag dürfte es heiter bis wolkig werden, teilten die Meteorologen mit. Die meisten Sonnenstunden werden südlich der Donau erwartet. Am Nachmittag könnten einzelne Schauer oder Gewitter entstehen.
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