
Niefern-Öschelbronn. Der Verlust eines Kindes gehört für Eltern zu den qualvollsten Erfahrungen – und doch wird über Fehl- und Totgeburten noch immer wenig gesprochen. Marion Glück möchte das ändern. Die Autorin hat selbst vier Babys verloren, bevor sie ihren Sohn bekam, und hat ihre Erfahrungen in mehreren Büchern verarbeitet. Am 15. Oktober findet im Herzensraum in Öschelbronn eine Lesung statt, bei der sie daraus liest. Im PZ-Interview erzählt sie, was ihr nach ihren Verlusten geholfen hat, warum jeder Mensch anders trauert und weshalb auch die Väter von Sternenkindern mehr Aufmerksamkeit brauchen.
PZ: Warum ist das Thema Sternenkinder noch immer ein so großes Tabu?
Marion Glück: Ich glaube, wir hängen noch in alten Vorstellungen fest. Man erwartet ein Kind, aber dass dieses Kind längst da ist, wird nicht gesehen. Vor allem dann nicht, wenn die Frau noch in einem sehr frühen Stadium
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