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Emotionale Talkrunde im Römermuseum Remchingen (von links): Fatah-Sprecher Jamal Nazzal, Studentin Tamar Morali, Moderator Jürgen Single, Museumsdirektor Jeff Klotz und Landesrabbiner Moshe Flomenmann. Foto: Müller
Emotionale Talkrunde im Römermuseum Remchingen (von links): Fatah-Sprecher Jamal Nazzal, Studentin Tamar Morali, Moderator Jürgen Single, Museumsdirektor Jeff Klotz und Landesrabbiner Moshe Flomenmann. Foto: Müller
07.05.2018

Nahostkonflikt entfacht emotionale Diskussion bei Talkshow Aufzeichnung in Remchingen

Remchingen. Bei der Aufzeichnung einer Talkshow-Runde im Remchinger Römermuseum, wird die ganze Tragweite des historischen Nahostkonflikts erlebbar. Im Römermusuem findet anlässlich des 70-jährigen Bestehens Israels die Ausstellung „Jerusalem lebt“ statt.

Kaum ein Thema wird weltweit so kontrovers diskutiert wie der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Wie unterschiedlich und unvereinbar die Standpunkte sind, wurde bei einer Fernsehaufzeichnung im Römermuseum Remchingen deutlich. Unter der Leitung des Journalisten Jürgen Single diskutierten Moshe Flomenmann (israelitischer Landesrabbiner von Baden), der Palästinenser Jamal Nazzal (Sprecher der Fatah für europäische Angelegenheiten aus Bochum), die jüdische Studentin Tamar Morali („Miss Internet 2018“ aus Herzliya/Israel) und der Hausherr, der Archäologe Jeff Klotz (Remchingen). „Mythos Jerusalem“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung im Römermuseum. Und um die Jahrtausende alte Heilige Stadt wurde in der Gesprächsrunde heftig gestritten. Mit vier Kameras und Live-Regie wurde die Sendung von TV-BW Medienproduktionen, einer Tochterfirma der PZ, aufwändig produziert. „Jerusalem ist die Hauptstadt der Palästinenser.

Israel hat sie von dort gewaltsam vertrieben und Massaker verübt“, warf Jamal Nazzal den Israelis vor. Widerspruch gab es von Landesrabbiner Moshe Flomenmann: „Israel ist die Stadt Davids, und der war kein Palästinenser. Jerusalem war der Standort der beiden jüdischen Tempel. Gott sagt: Dieses Land gehört dem jüdischen Volk.“ Nazzal hielt dem entgegen: „Gott verteilt keine Länder. Man darf das Völkerrecht nicht durch die Bibel ersetzen.“ Tamar Morali wünschte, dass Israelis und Araber mehr miteinander reden und sich austauschen. Jeff Klotz unterstrich die Bedeutung Jerusalems für das Christentum: „Das Leben und Wirken Jesu Christi war in Jerusalem, ohne den Kreuzestod in Jerusalem wäre das Christentum nicht denkbar.“ Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Das Exklusiv-Interview mit dem Tamar Morali (Miss Internet 2018 und Finalistin bei Miss Germany 2018) im Vorfeld der Talkshow-Aufzeichnung, gibt es hier sehen:

"Miss Internet 2018": Tamar Morali im Live-Interview