nach oben
Noch arbeiten die Handwerker in „Mönchs Lamm“ in Schömberg. Bis zum Jahresende sollen die Flüchtlinge einziehen. PZ-Archiv, Seibel
Noch arbeiten die Handwerker in „Mönchs Lamm“ in Schömberg. Bis zum Jahresende sollen die Flüchtlinge einziehen. PZ-Archiv, Seibel
12.10.2016

Neue Pläne für Flüchtlingsunterkunft in Schömberg

Eigentlich sollte das frühere Hotel „Mönchs Lamm“ in Schömberg schon längst eine Gemeinschaftsunterkunft für rund 125 Flüchtlinge sein. Aber noch steht das Gebäude nahe der Ortsmitte leer: Es laufen immer noch einige Umbauarbeiten, wie das Calwer Landratsamt auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“ mitteilt.

Da die Zuweisungszahlen deutlich gesunken sind, zeichnen sich außerdem bei der Nutzung einige Änderungen ab. Da nicht der gesamte Platz für Neuankömmlinge benötigt wird, möchte das Berufsförderungswerk Schömberg Räume mieten. Auch die Gemeinde könnte Zimmer für die Anschlussunterbringung von Asylbewerbern übernehmen.

Das Landratsamt hatte das Hotel Ende 2015 gekauft, um dort Asylbewerber unterbringen zu können. Damals war der Platzbedarf wegen der hohen Zuweisungszahlen sehr groß. Daher war geplant, dass die ersten Menschen schon Ende Februar in das Gebäude einziehen, während der Umbau noch läuft. Doch der Zeitplan hat sich geändert, nachdem die Zahl der Asylbewerber zurückgegangen ist. Man könne nun die Arbeiten mit geringem Zeitdruck völlig abschließen, bevor die Unterkunft belegt werde, so Pressesprecherin Anja Härtel – das sei bis zum Jahresende geplant. Außerdem ist der Platzbedarf nicht mehr so groß wie geplant. Obwohl der Kreis inzwischen seine älteste Einrichtung, den Windhof in Bad Wilbad mit 130 Plätzen, geschlossen hat, werden in Schömberg nicht alle Räume benötigt. Deshalb soll die Fläche zum Teil anderweitig genutzt werden – die Gespräche laufen derzeit noch.

Das Berufsförderungswerk hat großes Interesse am hinteren Teil des Gebäudes, wie Geschäftsführer Klaus Krebs bestätigt. Auch die Gemeinde benötigt Räumlichkeiten, wie Bürgermeister Matthias Leyn bestätigt. Für die Anschlussunterbringung von Asylbewerbern gebe es praktisch keine Möglichkeiten mehr. Der Vorschlag des Landratsamtes, die Gemeinde könne in „Mönch‘s Lamm“ Räume mieten, sei deshalb durchaus überlegenswert.