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Im vierten und letzten Wahlgang hat der dann nur noch allein zur Wahl stehende Jochen Cornelius-Bundschuh die 70 Landessynodalen in Bad Herrenalb für sich gewinnen können. Mit 61 von 70 Stimmen schaffte er die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit und wird nun der neue badische Landesbischof.
Im vierten und letzten Wahlgang hat der dann nur noch allein zur Wahl stehende Jochen Cornelius-Bundschuh die 70 Landessynodalen in Bad Herrenalb für sich gewinnen können. Mit 61 von 70 Stimmen schaffte er die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit und wird nun der neue badische Landesbischof. © EKIBA
Die Wahl zum neuen Landesbischof der Evangelischen Kirche in Baden findet in Bad Herrenalb statt. Der amtierende Landesbischof Ulrich Fischer geht im Juni 2014 in den Ruhestand.
Die Wahl zum neuen Landesbischof der Evangelischen Kirche in Baden findet in Bad Herrenalb statt. Der amtierende Landesbischof Ulrich Fischer geht im Juni 2014 in den Ruhestand. © dpa
19.07.2013

Neuer badischer Landesbischof erhält klare Mehrheit im letzten Wahlgang

Die Wahl zum sechsten evangelischen Landesbischof in Baden seit 1933 wurde im letzten Wahlgang entschieden. In Bad Herrenalb gab es vier Wahlgänge, wobei im letzten Wahlgang nur noch über Jochen Cornelius-Bundschuh abzustimmen war. Der allein im Rennen verbliebene Kandidat bekam 61 von 70 abgegebenen Stimmen und erreichte damit die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit.

Im ersten Wahlgang mit 2 Enthaltungen lag der Theologieprofessor und Leiter der Abteilung Theologische Ausbildung und Prüfungsamt im Evangelischen Oberkirchenrat der Landeskirche, Jochen Cornelius-Bundschuh (55), mit 35 Stimmen vor der Schuldezernentin der hannoverschen Landeskirche, Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track (54) mit 27 Stimmen. Heinz-Martin Döpp (52), Schulleiter der Elisabeth-von-Thadden-Schule in Heidelberg-Wieblingen, kam nur auf 6 Stimmen und zog kurz vor dem zweiten Wahlgang seine Kandidatur zurück. In der zweiten Wahlrunde konnte Cornelius-Bundschuh seinen Anteil auf 41 Stimmen erhöhen, während Gäfgen-Track 28 Stimmen erhielt. Im dritten Wahlgang steigerte sich Cornelius-Bundschuh auf 45 Stimmen, während Gäfgen-Track nur noch 24 erhielt. Der Wahlsieger müsste aber mindestens 47 Stimmen vorweisen können, wie Synodalpräsidentin Margit Fleckenstein erklärte.

Im vierten Wahlgang war nur noch Cornelius-Bundschuh zu wählen. Aber diese Wahl war kein Selbstläufer. Hätte der alleinige Bewerber ums Bischofsamt nicht zwei Drittel der Stimmen bekommen, wäre die Wahl gescheitert. In diesem Fall hätte das komplette Wahlverfahren inklusive der Suche nach neuen Kandidaten wieder von vorne behonnen.

Die Neuwahl stand an, weil der amtierende Landesbischof Ulrich Fischer im Juni 2014 in den Ruhestand geht.