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Aus der Vogelperspektive ist klar erkennbar, wie Bauschlott gewachsen ist. 754  Einwohner hatte der Ort 1933, als das linke Bild gemacht wurde. Auf dem rechten  Luftbild von 1987 waren es schon 2009 Einwohner, heute sind es 3229.  Bürgermeister Michael Schmidt (rechts) zeigt PZ-Redakteur Sven Bernhagen, bis  wohin sich der Ort mit dem Neubaugebiet Maulbronner Weg heute etwa erstreckt.
Aus der Vogelperspektive ist klar erkennbar, wie Bauschlott gewachsen ist. 754 Einwohner hatte der Ort 1933, als das linke Bild gemacht wurde. Auf dem rechten Luftbild von 1987 waren es schon 2009 Einwohner, heute sind es 3229. Bürgermeister Michael Schmidt (rechts) zeigt PZ-Redakteur Sven Bernhagen, bis wohin sich der Ort mit dem Neubaugebiet Maulbronner Weg heute etwa erstreckt. © Dietrich
25.11.2011

Neulingen ist die Boomtown des Enzkreises

Neulingen Die Serie "Enzkreis extrem" macht diesmal Station in Neulingen - der Gemeinde im Enzkreis mit dem größten Bevölkerungswachstum. Seit 1973 ist die Zahl der Einwohner um 83,5 Prozent von 3626 auf 6654 gestiegen.

Selbst Bürgermeister Michael Schmidt staunt, als er mit den Daten des Landratsamts zur Bevölkerungsentwicklung in seiner Gemeinde konfrontiert wird: „Wow, so habe ich das noch gar nicht überblickt.“ Die Wachstumsrate von 2,5 Prozent, ab der man von einer Bevölkerungsexplosion spricht, hat die Boomtown des Enzkreises mit ihren drei Teilorten Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum seither etliche Male locker übersprungen. Die Ursache für das exorbitante Wachstum sieht Schmidt in der topographischen Lage: „Die Verkehrsanbindung ist immer wichtiger geworden.“ Vor allem Bauschlott habe von seiner Lage an der B 294 auf halbem Weg zwischen dem Oberzentrum Pforzheim und dem Mittelzentrum Bretten und von der Autobahnnähe profitiert. Gegründet wurde Neulingen im Zuge der Kreisreform. Am 1. Januar 1974 schlossen sich Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum zusammen. Damals lagen Bauschlott und Göbrichen mit je rund 1400 Einwohnern noch gleichauf. Nußbaum steuerte knapp 900 bei. Vor allem Bauschlott sei seitdem „geradezu explodiert“, so Schmidt. Um 125 Prozent ist der Ort gewachsen. Rund 1800 Bürger sind hier in den vergangenen 38 Jahren dazugekommen, in Göbrichen waren es 800, in Nußbaum 400. „Die Gemeinde ist dabei nicht nur aus sich heraus gewachsen, sondern hauptsächlich durch Zuzüge“, so Schmidt: „Aber es war eine gesunde Entwicklung.“ Und wie geht’s weiter mit Neulingen? „Die Grenzen des Wachstums sind erreicht“, sagt Schmidt: „Mit Blick auf den Flächenverbrauch und die demografische Entwicklung verbietet es sich politisch, die Gemeinde weiter aufzublasen, selbst wenn der Wunsch nach noch mehr Bauplätzen da wäre.“ Statt eine weitere Expansion voranzutreiben, sieht Schmidt seine Aufgabe darin, „die Ortskerne am Leben zu halten und als Gemeinde attraktiv zu bleiben für die kommenden Generationen.“ Nicht, dass sich Neulingen am Ende noch von einer Boomtown in eine Geisterstadt verwandelt… ben

Infos zur "Enzkreis-extrem-Cacheserie": www.pz-news.de/geocache