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Neuer Leiter der Notfallseelsorge: Wurmbergs evangelischer Pfarrer Olaf Digel.
Neuer Leiter der Notfallseelsorge: Wurmbergs evangelischer Pfarrer Olaf Digel. © Seibel, Archiv
24.02.2009

Notfallseelsorge wird weiterentwickelt

ENZKREIS/PFORZHEIM. Wenn sich irgendwo im Enzkreis oder in Pforzheim eine Gewalttat, ein schweres Unglück mit Toten oder Verletzten ereignet, dann sind die Menschen von Notfallseelsorge und Notfallnachsorge da. Sie kümmern sich um Opfer, Angehörige und um Einsatzkräfte und versuchen, ihnen zu helfen, mit schlimmen Erfahrungen zu leben.

Wurmbergs Pfarrer Olaf Digel hat jetzt die Leitung der Notfallseelsorge Enzkreis-Pforzheim übernommen. Er will sie weiterentwickeln. Einen Schwerpunkt legt er dabei auf die Zusammenarbeit mit der Notfallnachsorge des Roten Kreuzes.

Pfarrer und Rettungskräfte

Notfallseelsorge und Notfallnachsorge kooperieren im Enzkreis und Pforzheim seit 2003 eng in einer Arbeitsgemeinschaft. Die Seelsorger, evangelische und katholische Geistliche, kümmern sich meist unmittelbar nach Unglücken um Opfer und Helfer. Die Nachsorge der Rettungsdienstorganisationen arbeiten mit längerfristiger psychosozialer Betreuung von Betroffenen.

Pfarrer Digel ist seit 2003 in der Organisation aktiv. Auf Landesebene bildet er Notfallseelsorger aus. Der Wurmberger ist Nachfolger des Mitbegründers der Notfallseelsorge, Pfarrer Hans Gölz-Eisinger, der heute an der Stadtkirche in Pforzheim wirkt. Gölz-Eisinger wird sich künftig stärker um spezielle Einsatzkräftenachsorgeteams kümmern. Seit dem vergangenen Jahr sind drei Teams im Aufbau, die aus Seelsorgern, Mitarbeiterinnen des Notfallnachsorgedienstes und besonders geschulten Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten bestehen. hei/pm