Einige Stunden nach dem Brand ging es bei der Dietlinger Metzgerei Britsch schon wieder ans Aufräumen. Eigentümer Jürgen Britsch prüfte, welche Maschinen und Geräte das Feuer überstanden haben, das am frühen Samstagmorgen die Wurstküche zerstört hatte. Ein weiterer Produktionbereich ist intakt geblieben. Als Fotograf Markus Bechtle für die „Pforzheimer Zeitung“ an der Westlichen Friedrichstraße Bilder von den Schäden in dem Produktionsgebäude macht, hat der Dietlinger Metzger und Gastronom seinen Blick bereits wieder nach vorne gerichtet.

Brand in Dietlinger Metzgerei Britsch
Was genau passiert ist, untersucht die Kriminalpolizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat. Nach ihren ersten Erkenntnissen kommt ein technischer Defekt in der Verkabelung einer Kühleinrichtung als Ursache in Frage. Der Brand war jedenfalls gegen 5 Uhr morgens ausgebrochen. Nachbarn hatten das bemerkt und umgehend die Eigentümer der Metzgerei verständigt. Nicht zum ersten Mal, dass Anwohner in der Dietliniger Ortsmitte aufmerksam waren und der Feuerwehr damit einen möglichst frühen Einsatz ermöglichten.
Die Feuerwehr Keltern rückte beim Eintreffen am Gasthaus „Löwen“ zu der Wurstküche vor, die auf der anderen Seite des Hofs liegt. Sie fand den Produktionsraum bereits voller Rauch vor. Die gesamte Räumlichkeit und die darin gelagerteren Wurst- und Fleischwaren waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Nicht direkt betroffen war der Gasthof selbst, in dem die Gästezimmer vollbesetzt waren. Der Schaden wird von der Polizei fürs Erste mit rund 200.000 Euro beziffert. Ein Vertreter der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Enzkreis war vor Ort, um abzuschätzen, wie viele der Waren durch den Brand zerstört worden sind.


