Auch am Sonntag vermeldet das Landesgesundheitsamt neue Ergebnisse von Corona-Tests in der Region. In Pforzheim, im Enzkreis und im Kreis Calw wurden insgesamt 73 neue Corona-Fälle entdeckt. Foto: Halfpoint - stock.adobe.com
Region
Pforzheim, Enzkreis und Kreis Calw bleiben landesweite Corona-Hotspots - Keine Entspannung bei Intensivbetten

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw/Karlsruhe. Die Inzidenzwerte für die Region sind erneut in Bewegung geraten. Während sie für Pforzheim und den Enzkreis – beide haben laut Meldung vom Landesgesundheitsamt (LGA) vom Sonntagabend weniger als 200 Neu-Infizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – gesunken sind, stieg der hohe Wert des Landkreises Calw noch einmal an. Für alle drei Meldekreise gilt: Sie sind Corona-Hotspots in Baden-Württemberg, wobei der Kreis Calw aktuell mit weitem Abstand den höchsten Inzidenzwert hat.

Das LGA gibt für den Sonntag folgende Zahlen an:

Pforzheim hat nun 4389 Corona-Fälle insgesamt, das sind umgerechnet seit Pandemiebeginn 3484,5 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner. 23 Neu-Infizierte kamen am Sonntag hinzu. Bei den Corona-Todesfällen entfallen nach Angaben des Gesundheitsamtes Enzkreis/Stadt Pforzheim 79 Fälle auf Pforzheim. Der Inzidenzwert sank von 202,5 am Samstag auf 198,5 am Sonntag.

Der Enzkreis hat zwar mit 5510 Corona-Fällen insgesamt über 1100 Fälle mehr als Pforzheim, doch umgerechnet auf 100.000 Einwohner gibt es im Enzkreis nur 2761,1 Corona-Fälle – das sind rund 700 weniger. Am Sonntag erhielten 28 Personen ein positives Testergebnis. Während die Zahl der Corona-Fälle im Vergleich zu Pforzheim im Enzkreis niedriger ist, so ist die Zahl der Corona-Todesfälle – laut Gesundheitsamt Enzkreis/Stadt Pforzheim sind es 146 Fälle – deutlicher höher. Der Inzidenzwert sank deutlich von 201,9 am Samstag auf 190,4 am Sonntag.

Der Landkreis Calw hinterlässt in der LGA-Statistik am Sonntag ein Fragezeichen. „Aufgrund technischer Probleme kam es zu Doppelmeldungen und falsch hohen Zahlen. Der Fehler wird durch das Gesundheitsamt korrigiert“, heißt es in einem Verweis in der LGA-Tabelle. Diese Zahlen werden für den Kreis Calw am Sonntag gemeldet: 4776 Corona-Fälle insgesamt, 22 Neu-Infizierte, seit Pandemiebeginn 3000 Corona-Fälle auf 1000 Einwohner und 109 Corona-Todesfälle. Der Inzidenzwert stieg von 261,3 am Samstag auf 265,1 am Sonntag. Was genau davon nun vielleicht schon am Montag berichtigt wird oder ob es sich hier schon um die richtigen Zahlen handelt, muss abgewartet werden.

Inzidenzwerte weit über dem Landesdurchschnitt

Zur Einordnung der Höhe der Inzidenzahlen aus unserer Region: Der Landesdurchschnitt liegt bei 142,4 Neu-Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Von diesem Wert sind die Hotspots der PZ-Region noch weit entfernt.

Auffällig dabei ist, wie lange schon Stadt- und Landkreis Karlsruhe unter diesem Landesdurchschnittswert liegen. Der Landkreis kommt am Sonntag auf 129,0, die Stadt Karlsruhe gar auf nur 100,3. Das allerdings bedeutet ein verstärktes Infektionsgeschehen übers Wochenende, denn der Stadtkreis hatte diese Woche schon deutlich unter 100 gelegen.

Noch keine Entspannung bei den Intensivbetten

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind mit Datenstand vom Sonntagnachmittag 572 COVID-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 353 (61,7 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2074 Intensivbetten von betreibbaren 2433 Betten (85,2 Prozent) belegt.

Der Anteil der Infizierten Über-60-Jährigen an allen Corona-Fällen beträgt 24 Prozent und der Anteil der Kinder und Jugendlichen (0 bis 19 Jahre) liegt bei 13 Prozent.