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An welchen Stellen soll sich Keltern entwickeln? Der Flächennutzungsplan enthält verschiedene Optionen. Einigkeit herrscht im Gemeinderat noch nicht. Beispielsweise könnte das bestehende Gewerbegebiet „Grenzsägmühle“ (Bild) Richtung Niebelsbach ausgebaut werden. Foto: Marx
An welchen Stellen soll sich Keltern entwickeln? Der Flächennutzungsplan enthält verschiedene Optionen. Einigkeit herrscht im Gemeinderat noch nicht. Beispielsweise könnte das bestehende Gewerbegebiet „Grenzsägmühle“ (Bild) Richtung Niebelsbach ausgebaut werden. Foto: Marx
09.07.2015

Planer bieten mehrere Richtungen: Mehrere Richtungen für Kelterns Zukunft

Für das Büro Pröll-Miltner aus Karlsruhe stellte Lars Petri einen Vorentwurf vor, Bärbel Schlosser vom Büro Bioplan aus Heidelberg sollte begleitend dafür sorgen, dass anhand des Landschaftsplans Bewertungen aus ökologischer Sicht möglich sind. Letzteres war nur lückenhaft gegeben, weil durch eine interne Absprache der Planungsbüros bestimmte Aspekte im aktuellen Vortrag unterbelichtet blieben, was von Walter Appenzeller (Grüne) kritisiert wurde.

Schnell wurde überdies klar, dass viele Ratsmitglieder noch erheblichen Diskussionsbedarf sehen. Bei 15 Ja- und zwei Nein-Stkimmen sowie einer Enthaltung wurde der Aufstellungsbeschluss vertagt. Dies bietet Verwaltung und beauftragten Büros nun die Möglichkeit, zahlreiche Details zu klären.

Allerdings zeichnen sich Tendenzen ab, die nachfolgend skizziert werden. Gewerbegebiete: „Zirkel/Schützenpfad mit 6,3 Hektar als Erweiterung des bestehenden Ellmendinger Gewerbegebiets „Unter Bruch“. „Unteres Täle“ mit 4 Hektar als Erweiterung des Niebelsbacher Gewerbegebiets „Grenzsägmühle“. Noch Platz gibt es im interkommunalen Gewerbegebiet „Dammfeld/Regelbaum“. In der Diskussion konnte sich die CDU vorstellen, das Gewerbegebiet „Grenzsägmühle“ auch nordwestlich des Verkehrskreisels zu erweitern. Die Grünen wiederum würden sich aus ökologischen und verkehrstechnischen Gründen mit einer „Dammfeld/Regelbaum“-Erweiterung an der Dietlinger Straße beschäftigen wollen.

Wohngebiete: In vier von fünf Ortsteilen ist nicht mehr viel möglich. In Ellmendingen wird das Areal „Bühnäcker“ mit 1,8 Hektar zwischen Friedhof und Arnbach ins Auge gefasst. Sondergebiet Feuerwehr: Westlich des Schulareals „Speiterling“ haben die Planer eine Fläche von einem Hektar vermerkt. Bei den Freien Wählern war man überrascht. Bislang habe die Verwaltung den in den Gesprächen mit der Feuerwehr favorisierten Platz für ein neues, gemeinsames Feuerwehrhaus noch gar nicht bekannt gegeben. Die Reihenfolge sei falsch. Der Rathauschef räumte ein, dass er die Ergebnisse der Feuerwehrgespräche erst nach den Sommerferien im Gremium diskutieren wolle. Deshalb solle man den von den Planern vorgenommenen Standort lediglich als „redaktionellen Platzhalter“ interpretieren. Die SPD merkte überdies an, dass auch das Areal neben dem Bauhof, der nun provisorisch für Asyl-Container genutzt werde, nach wie vor in der Diskussion um einen Feuerwehrstandort verbleiben solle.

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