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Christian Schmidt (CSU) und der Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum (vorne Dritter und Zweiter von rechts) kamen auf dem Singener Aussiedlerhof mit Deborah Elsässer (vorne von links), Margot und Peter Bercher sowie deren Kollegen ins Gespräch, während Christa Kröner-Kußmaul (rechts) mit den Landfrauen für Kaffee und Kuchen sorgte. Foto: Zachmann
Christian Schmidt (CSU) und der Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum (vorne Dritter und Zweiter von rechts) kamen auf dem Singener Aussiedlerhof mit Deborah Elsässer (vorne von links), Margot und Peter Bercher sowie deren Kollegen ins Gespräch, während Christa Kröner-Kußmaul (rechts) mit den Landfrauen für Kaffee und Kuchen sorgte. Foto: Zachmann
28.07.2017

Politik im Kuhstall: Landwirtschaftsminister Christian Schmidt in Remchingen

Remchingen-Singen. Politik auf dem Aussiedlerhof machte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU), der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum (CDU) die Familie Bercher in Singen besuchte. Zwischen Weizenfeld und Melkroboter kam er mit Landwirten und Vertretern der regionalen Agrarbranche ins Gespräch über die deutsche Agrarstruktur.

Da die Mähdrescher regenbedingt ohnehin stillstehen mussten, sahen die Getreidebauern dem Minister die gute Stunde Verspätung nach, die er sich auf seiner Ländle-Tour von der Agrar-Uni Hohenheim eingehandelt hatte: Nach Kaffee und Kuchen der Landfrauen und einem politischen Rundumschlag vom Analogkäse über die Ferkelkastration bis zum Pflanzenschutzmittel Glyphosat, bei dem Schmidt ganz klar auf die Ergebnisse der Wissenschaft setze, hatten die Besucher Gelegenheit, zumindest einige Fragen loszuwerden.

„Sie haben in dieser Region ein gutes, aber kleinräumiges Potenzial“, stellte Schmidt, 59-jähriger Sohn einer bayrischen Bäckerfamilie, fest, „da können wir nicht nur auf die Großen schauen, sondern müssen insbesondere den kleinen und mittleren Betrieben Stabilität geben.“ Anstatt Hedgefonds mit zehntausenden Hektar großen Betrieben in Ostdeutschland zu dulden, gelte es bei den Agrarsubventionen, insbesondere kleinere Betriebe, aber auch junge und vor allem aktive Landwirte im Blick zu behalten.