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Im Rahmen einer größeren Aktion war die Polizei am Montagmorgen auch in Stein im Einsatz. Foto: Ketterl
Im Rahmen einer größeren Aktion war die Polizei am Montagmorgen auch in Stein im Einsatz. Foto: Ketterl
10.04.2019

Polizei geht in Pforzheim und im Enzkreis gegen Schleuser aus Pakistan vor

Königsbach-Stein/Enzkreis/Pforzheim. Von einem Leser wurde die PZ auf einen Polizeieinsatz am Montagmorgen in Stein aufmerksam gemacht. Auf Anfrage bestätigte Polizeisprecher Frank Otruba am Dienstag, dass dieser Teil einer Aktion wegen des „Verdachts auf Schleusung“ und des Verdachts auf „Verstoß gegen das Freizügigkeitsgesetz der EU“ gewesen sei. „Mehrere Objekte wurden am frühen Montagmorgen durchsucht“, sagt Polizeisprecher Frank Otruba: „Der Schwerpunkt lag im Enzkreis.“

Insgesamt sechs Wohnungen auch in Pforzheim, Bruchsal und Esslingen habe die Polizei ins Visier genommen. Ein Mann sei im nordwestlichen Enzkreis verhaftet worden. „Seit Sommer 2018 ermittelt die Kriminalpolizei Karlsruhe gegen eine Personengruppe, überwiegend pakistanischer Herkunft“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Pforzheim in einer gemeinsamen Erklärung mit. Es bestehe der dringende Verdacht, die Gruppe habe „Personen aus Indien oder Pakistan gegen große Geldsummen mit EU-Bürgern aus Bulgarien verheiratet.“

Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen rund 25 Personen. Gegen einen 38 Jahre alten Haupttatverdächtigen aus einer nordwestlichen Enzkreis-Gemeinde habe das Amtsgericht Pforzheim Haftbefehl erlassen. Zwei Personen, die sich illegal in Deutschland aufhielten, seien der Ausländerbehörde überstellt worden. Des Weiteren befanden sich in den Durchsuchungsobjekten Personen aus Pakistan oder Indien, die dort nicht gemeldet waren. Da sie jedoch einen EU-Aufenthaltstitel besaßen, können sie sich weiterhin in Deutschland aufhalten. Einen solchen Aufenthaltstitel erhält man zum Beispiel für eine zuvor von den entsprechenden Behörden genehmigte befristete Niederlassung, um die Ausübung einer Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, oder als Familienangehöriger eines EU-Bürgers. Letzteres macht Scheinehen mit EU-Bürgern so interessant für Menschen aus Nicht-EU-Staaten, die so zum Beispiel in Deutschland leben und arbeiten können.

Nach PZ-Informationen war die Polizei in Stein am Montagmorgen in einem Wohngebiet an zwei Stellen im Einsatz. Bei beiden betroffenen Objekten habe es sich um private Wohnhäuser gehandelt, nicht etwa um Flüchtlingsunterkünfte. Begonnen habe die Aktion gegen 7 Uhr. „Das ging wie der Blitz“, schildert ein Augenzeuge: „Nach einer Viertelstunde war alles wieder vorbei.“ Mehrere Zivilfahrzeuge und ein blauer Kleinbus seien vorgefahren. Die Beamten – größtenteils ebenfalls in zivil – hätten zwei Männer aus einem Wohnhaus geführt. „Sie mussten die Hände aufs Auto legen und wurden befragt“, so der Beobachter. Anschließend seien sie von der Polizei mitgenommen worden.

Einer der beiden Männer sei dunkelhäutig gewesen. „Gesehen habe ich die vorher noch nie“, sagt ein Anwohner. Ob es sich dabei um die bekanntgegebene Verhaftung oder um die Überstellung an die Ausländerbehörde gehandelt hat, dazu wollte sich die Polizei nicht äußern.

Der Einsatz ein paar Häuser weiter in einer angrenzenden Straße habe deutlich länger gedauert. Neben mehreren Streifenwagen seien dort auch zivile Kombis und Kleinbusse vorgefahren. Offensichtlich habe eine Durchsuchung stattgefunden. „Das ging über Stunden“, sagt der Augenzeuge.

Die Ermittlungen dauern noch an, zumal die Polizei jeden einzelnen Fall individuell prüfen muss.

Ladygaga
11.04.2019
Polizei geht in Pforzheim und im Enzkreis gegen Schleuser aus Pakistan vor

ach Gott..die EU, namlich Deutschland, ist so freizügig mit Allem, da kommt es darauf auch nicht mehr an. Wir haben es ja ( ODER NICHT ?? ) mehr...