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Großeinsatz für die Feuerwehr in Engelsbrand: In einem abgestürzten Polizeihubschrauber waren die lebensgefährlich verletzten Insassen eingeklemmt. Auch musste eine vermisst gemeldete 77-jährige Frau im Wald rund um Engelsbrand gesucht werden. © Keller
Beim Absturz eines Polizeihubschraubers in Engelsbrand wurden die drei Insassen lebensgefährlich verletzt. Der Hubschrauber war auf der Suche nach einer vermissten Frau, die nach dem Absturz in der Nähe ihres Altenpglegeheims gefunden wurde. © Keller
Bei einem Hubschrauber-Absturz in Engelsbrand wurden drei Insassen schwer verletzt. © Keller
10.05.2011

Polizeihubschrauber abgestürzt: Baum gestreift? - Piloten nach Notoperation außer Lebensgefahr

ENGELSBRAND. Die beiden Piloten eines Polizeihubschraubers, der auf der Suche nach einer am Dienstagabend gegen 19 Uhr von einem Altenpflegeheim in Engelsbrand vermisst gemeldeten, orientierungslosen Frau am nördlichen Ortsrand von Engelsbrand abgestürzt war, schweben nach Notoperationen nicht mehr in Lebensgefahr. Sie waren im Wrack eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Eine dritte Beamtin, die die Wärmebildkamera bedient haben soll, sei außerhalb des völlig demolierten Hubschraubersgefunden worden. Sie erlitt bei dem Absturz gegen 21.30 Uhr schwere Verletzungen.

Bildergalerie: Bergung des abgestürzten Hubschaubers - 3

Zwei Rettungshubschrauber transportierten die Verletzten in Pforzheimer Krankenhäuser, wobei einer nach Ludwigsburg weitergeflogen wurde. Die vermisste 77-jährige Frau wurde noch in der Nacht weitgehend unversehrt gefunden.

Bildergalerie: Bergung des abgestürzten Hubschaubers - 2

Entgegen ersten Informationen von Dienstagabend vor Ort handelte es sich nicht um einen Bundeswehrhubschrauber der Einheit Search and Rescue (SAR), sondern um einen Polizeihubschrauber. Alle drei Insassen mussten mit lebensgefährlichen Verletzungen in Pforzheimer Kliniken gebracht werden.

Bildergalerie: Bergung des abgestürzten Hubschraubers - 1

Der aus Stuttgart kommende Hubschrauber flog nach Augenzeugenberichten in niedriger Höhe am Ortsrand von Engelsbrand. Dabei kam er aus noch unbekannten Gründen ins Trudeln und stürzte am Fußweg zum Büchenbronner Aussichtsturm in den Wald.Gerüchte, wonach der Hubschrauber einen Baumwipfel gestreift haben soll, sind noch nicht bestätigt.

Bildergalerie: Hubschrauber-Absturz in Engelsbrand fordert drei Schwerverletzte

Kurz vor dem Unglück soll der Pilot per Funk durchgegeben haben, im Wald etwas bemerkt zu haben und deswegen tiefer gehen zu wollen. Bei dem Absturz soll es zu keiner Explosion gekommen sein. Augenzeugen berichteten jedoch, dass der Hubschrauber schon beim Flug über Büchenbronn komische Geräusche von sich gegeben habe. Die Bundesanstalt für Fluguntersuchung wurde verständigt und kam vor Ort. Die Kriminalpolizei Pforzheim hat ebenfalls Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizisten hatten aus dem Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera nach der 77-jährigen Frau gesucht, die nach der Bergung in dem Wald nahe der Absturzstelle nahezu unversehrt von einem Polizeihundeführer gefunden wurde. Die Frau war erst vor kurzem in das nahe der Absturzstelle gelegene Pflegeheim eingeliefert worden. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 30 Beamte der Polizeidirektion Pforzheim und 40 Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz inklusive Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald eingesetzt.

Unter anderem war die Freiwillige Feuerwehr aus Remchingen vor Ort, die vom Kreisbrandmeister nachalarmiert wurde, da das Risiko bestand, dass die an der Einsatzstelle befindlichen Rüsthölzer zur Stabilisierung des Wracks nicht ausreichen könnten. Deshalb wurden ein Rüstwagen der Remchinger Feuerwehr sowie die Führungsgruppe der Feuerwehr Straubenhardt nachalarmiert.

Auf dem Engelsbrander Fußballplatz wurde für den Transport der Verletzten ein provisorischer Landeplatz für einen Rettungshubschrauber eingerichtet. Um den Einsatz zu koordinieren, war auch der Leiter der Polizeidirektion Pforzheim, Burkhard Metzger, an der Unglücksstelle. Auch Ministerpräsident Stefan Mappus und Landrat Karl Röckinger verschafften sich an der Unfallstelle einen Überblick über die Lage. erl/kli/ms

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