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Ermittler der Polizei suchen am Tag nach der Tat den Tatort zwischen Dobel und Bad Herrenalb nach Spuren und Hinweisen ab. Foto: PZ-Archiv, Tilo Keller
Ermittler der Polizei suchen am Tag nach der Tat den Tatort zwischen Dobel und Bad Herrenalb nach Spuren und Hinweisen ab. Foto: PZ-Archiv, Tilo Keller
12.04.2019

Protokoll einer Mordnacht: Prozessauftakt zu Schüssen bei Dobel

Tübingen/Dobel. Im Fall des erschossenen Irakers bei Dobel hat der Prozess begonnen. Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gibt einige neue Details preis.

Eine Chronologie der Tat

Der Prozessauftakt

Der Mordprozess vor dem Tübinger Landgericht wurde schnell vertagt. Und trotzdem verlas Oberstaatsanwältin Susanne Teschner am Freitag ihre Anklage gegen zwei Männer, die im vergangenen September einen 47-jährigen irakischen Autohändler aus Baden-Baden zwischen Dobel und Bad Herrenalb zuerst mit einem Elektroschocker betäubt und dann erschossen haben sollen.

Die Leiche des Mannes war in der Nacht des 17. Septembers direkt neben der Landstraße gefunden worden. Denkbare Zusammenhänge mit dem ominösen Verschwinden von Simon Paulus aus Birkenfeld, das die Menschen im Nordschwarzwald beunruhigt hatte, waren bald widerlegt.

Die Sonderkommission „Tanne“ konnte den bei Dobel mit drei Schüssen offenbar regelrecht hingerichteten Mann sehr bald schon identifizieren und schnell auch Entscheidendes ermitteln.

Nach Erkundungen im Umfeld des Ermordeten hatten die Fahnder schnell eine Patchwork-Familie aus Karlsruhe im Visier: eine türkische Rechtsanwaltsgehilfin, ihren 23-jährigen Ziehsohn, der aus Mazedonien stammt, und ihren syrisch-stämmigen Lebensgefährten, 49 Jahre alt.

Bei Vernehmungen erhärtete sich der Verdacht einer Beteiligung an dem Mord gegen die beiden Männer. Es war wohl der Jüngere, der im Verhör allmählich Angaben machte. Die Tatwaffe, eine als Schweizer Armeepistole gebräuchliche alte Luger „Parabellum“, Kaliber 7.65, konnte nach dessen Hinweisen im Rhein geborgen werden.

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