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Mehrfach verschwinden in Kieselbronn 2016 Autos und tauchen kurze Zeit später wieder auf. Die Taten gehen auf das Konto eines 23-Jährigen, der die Schlüssel teils, wie hier im Bild nachgestellt, im Zündschloss findet. dpa-archiv/PZ-archiv, ketterl
Mehrfach verschwinden in Kieselbronn 2016 Autos und tauchen kurze Zeit später wieder auf. Die Taten gehen auf das Konto eines 23-Jährigen, der die Schlüssel teils, wie hier im Bild nachgestellt, im Zündschloss findet. dpa-archiv/PZ-archiv, ketterl
26.10.2016

Rätselhaft: In Kieselbronn mehrfach Autos entführt und wieder abgestellt

Erst vor einigen Tagen sei ein BMW weggekommen und mit leerem Tank und einigen Hundert Kilometern mehr auf dem Tacho wieder in Kieselbronn abgestellt worden. Das erzählen Bürger der PZ. Auch andere Fälle von entführten und zurückgebrachten Autos machen im Dorf die Runde. Manchmal hätten die Fahrzeuge auch Schäden gehabt.

Fragt man beim Rathaus nach, kennt Bürgermeister Heiko Faber die Sorgen im Ort und weiß konkreter über einen Fall bereits aus dem Februar bescheid, der einen Verwaltungsmitarbeiter betroffen habe. Dem sei bei einer Faschingsparty der Autoschlüssel aus der Tasche gestohlen worden. Als der Mann später entdeckte, dass sein Fahrzeug nicht mehr auf dem Parkplatz stand, habe es nicht lange gedauert, bis die Polizei ihm sagen konnte, wo sein Auto gelandet war: am Ampelmast an der Kreuzung Lochäckerstraße und B 294 in Pforzheim. Der Schaden war hoch. Es dauerte Tage, bis die Ampel wieder funktionierte. Als Unfallfahrer meldete die Polizei damals einen 21-Jährigen, der alkoholisiert am Steuer des fremden Autos gesessen habe.

Im Dorf wird seitdem spekuliert, ob es immer derselbe Verantwortliche ist, der die Autos zweckentfremdet. Und die Frage, wie es eigentlich um die strafrechtliche Aufarbeitung steht, treibt auch viele um. Dabei tue sich etwas, sagt dazu Bernhard Ebinger, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Pforzheim: „Die Akten der Ermittler kommen schnellstmöglich zu uns, damit wir eine Entscheidung über das Vorgehen treffen können.“

Denn tatsächlich hätte die Polizei zu „einer männlichen Person“ eine ganze Reihe von möglichen Taten im Blick. Neben dem Vorfall vom Februar gehe um sieben bis acht Fälle mit ganz ähnlicher Vorgehensweise, davon alleine drei im Oktober, so Ebinger. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.“

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