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Die Feuerwehr beim Versuch den Greifvogel zu retten.  Foto: Irion 

Raubvogel in Nöten: Feuerwehr Neuenbürg mit spektakulären Einsatz

Neuenbürg. Eine Spaziergängerin hatte im Wald zwischen Ottenhausen und Schwann, unweit der L339, einen hoch in einer Baumkrone festhängenden Raubvogel beobachtet. Zusätzlich zu seiner misslichen Lage wurde er noch von Rabenkrähen attackiert.

Die Frau informierte umgehend Revierförster Michael Bruder, der vor Ort feststellte, dass der Bussard sich wohl tatsächlich in einer Leine oder ummantelten Schnur verfangen hatte, welche sich dann am Ast festgezogen hatte. „Er flatterte immer wieder auf und versuchte sich zu befreien“, schildert der Förster, „zwischendurch hing er auch einmal mit dem Kopf nach unten.“ Feuerwehrkommandant Martin Irion und sein Neuenbürger Kollege Manfred Wankmüller entschieden schließlich, die Drehleiter zum Einsatz zu bringen. Auch Wildvogelexpertin Nadja Weber aus Keltern war dabei. Als sich die Drehleiter dem Vogel näherte, hat der Bussard so wild geflattert, dass er plötzlich vom Baum freikam und davonflog. Leider muss er das Stück Schnur oder Kabel noch immer am Fuß haben. Wer den Bussard die nächsten Tage im Bereich Schwann, Ottenhausen, Arnbach oder Gräfenhausen beobachtet, kann sich an Förster Bruder wenden unter Telefon (0172) 9936982.