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Ein Zug namens Flirt: Go-Ahead stellt in Aalen die neuen Wagen im Landesdesign vor. Das Unternehmen, das ab Juni die IRE-Linie übernimmt, will mit fahrgastfreundlicher Ausstattung punkten. Foto: Sebastian Berger/Go-Ahead
Ein Zug namens Flirt: Go-Ahead stellt in Aalen die neuen Wagen im Landesdesign vor. Das Unternehmen, das ab Juni die IRE-Linie übernimmt, will mit fahrgastfreundlicher Ausstattung punkten. Foto: Sebastian Berger/Go-Ahead
05.12.2018

Regionalzüge von Stuttgart künftig auch spätabends: Diese Neuerungen gibt’s im Bahnverkehr

Pforzheim/Enzkreis. Die neue Bahnbrücke in Niefern überspannt die A8, am Samstag sollen die Züge wieder Richtung Mühlacker und Pforzheim fahren. Kehrt also der Alltag auf der Residenzbahn von Karlsruhe nach Stuttgart ein? Wohl kaum.

Der Nahverkehr ändert sich nun Zug um Zug. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember führt das Land den neuen BW-Tarif für Reisen ein, die über einen Verkehrsverbund hinausgehen.

2019 verbessert die Bahn den Fernverkehr durch die Region: Stufenweise von Januar an fahren immer mehr Intercity-Züge mit neuem Antrieb und Doppelstockwagen. Im Juni wird der Regionalverkehr umgewandelt: Zwei neue Anbieter lösen die Bahn ab. Go-Ahead übernimmt die Interregio-Express-Linie (IRE), Abellio ersetzt S-Bahnen und den Regionalexpress (RE) auf der Strecke über Bietigheim nach Pforzheim. Es gibt mehr Züge zwischen Karlsruhe und Stuttgart.

Was verbessert sich für die Fahrgäste? Der Interregio fährt ab Juni in den Hauptverkehrszeiten wesentlich häufiger als heute. Zurzeit wechseln sich jede Stunde der IRE und der Intercity ab. Künftig werden die Takte verdichtet. In Stoßzeiten setzt Go-Ahead mehr IRE-Züge ein als die Bahn – die Kunden kommen dann alle 30 Minuten auf der Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Pforzheim und Karlsruhe. Der Regionalexpress von Stuttgart über Ludwigsburg endet allerdings in Pforzheim. Abellio richtet nahe dem Hauptbahnhof die Wartungshallen ein.

Wo gibt es richtig große Neuerungen? Endlich gibt es von Stuttgart spätabends schnelle Regionalzüge nach Pforzheim. Besucher des Volksfests kommen rasch nach Hause. Der IRE fährt in der Landeshauptstadt um 23.13 Uhr und um 0.16 Uhr los – beide Züge halten auch in Wilferdingen-Singen. Das wird der Bedeutung Remchingens gerecht, will die Gemeinde doch beim Bahnhof eine Mobilitätszentrale einrichten. Über die neuen Spätverbindungen in Stuttgart freut sich Matthias Lieb aus Mühlacker als Vorsitzender des Verkehrsclubs (VCD) ganz besonders: „An diesen späten Zügen haben wir lange gebohrt.“

Mehr lesen Sie am 6. Dezember in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.