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Rund 45 Feuerwehrleute aus der Region gaben alles, um die Ausbreitung der Flammen zu verhindern. 

Renault fängt in Garage Feuer und setzt Haus in Dennach in Brand - 121 Einsatzkräfte verhindern Übergreifen der Flammen

Neuenbürg-Dennach. Die dicke, schwarze Rauchsäule ist am Donnerstagabend kilometerweit zu sehen gewesen: Im Neuenbürger Ortsteil Dennach stand ein Haus an der Hauptstraße lichterloh in Flammen. Der Schaden ist ersten Schätzungen der Polizei zufolge immens, das Gebäude wohl nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner hatten offenbar Glück, sind körperlich nur leicht versehrt. Warum jedoch ein Auto in der Garage des Hauses Feuer fing und das Unglück so seinen Lauf nahm, ist aktuell noch unklar.

Brennender Renault in der Garage

Die rund 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neuenbürg, Birkenfeld und Eisingen rückten um 19.40 Uhr aus, unmittelbar nachdem der Brand gemeldet wurde. Am Ende konnten 121 Kräfte mehrerer Feuerwehren aus dem Enzkreis ein Übergreifen des Feuers auf ein benachbartes Gebäude verhindern, das Wohngebäude wurde durch den Brand jedoch unbewohnbar. Im Einsatz wurden die Feuerwehren durch den Rettungsdienst und das THW unterstützt. Zur Unterstützung und zur Dokumentation des Brandes wurde auch ein Hubschrauber der Polizei hinzugezogen.

Pkw-Brand greift auf Wohngebäude in Dennach über
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Dennacher Mehrfamilienhaus in Flammen - Rauchsäule kilometerweit zu sehen

Laut Polizeisprecher Jürgen Fabian ist ein Auto in der Garage des Hauses in Flammen aufgegangen, kurz nachdem es dort abgestellt wurde. Die Fahrerin versuchte offenbar noch selbst, das Feuer an dem Renault zu löschen, konnte jedoch ein Übergreifen auf die Garage nicht verhindern.

Von dort nahm das Unglück seinen Lauf, die Flammen breiteten sich schnell auf den Rest des Hauses bis unter das Dach aus. Trotz des raschen und beherzten Einsatzes der Wehrleute konnte nicht verhindert werden, dass das Haus vermutlich nicht mehr bewohnbar sein wird. Der Polizei zufolge wird sich der Schaden auf rund 500.000 Euro belaufen. Glücklicherweise, so Polizeisprecher Fabian weiter, konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude noch rechtzeitig unterbinden.

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Unter anderem setzt die Feuerwehr eine Drehleiter ein, um die Flammen zu bekämpfen.

Zwei Personen erleiden Rauchvergiftung

Zwei Personen haben die brennende Garage nach einem kurzem Selbstversuch zu löschen, selbständig gehend verlassen, erlitten jedoch leichte Rauchgasintoxikationen. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Vom DRK waren ein Einsatzleiter, ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen vor Ort; ein weiterer Rettungswagen kam vom ASB. Von der Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Neuenbürg waren fünf Einsatzkräfte vor Ort, vom DRK aus Langenalb zusätzlich fünf Einsatzkräfte. Die Rotkreuzler übernahmen die Verpflegung mit Getränken und Essen sowie die weitere sanitätsdienstliche Betreuung nach Abrücken des hauptamtlichen Rettungsdienstes. Letzterer hatte zudem zwei Atemschutzträger der Feuerwehr sowie eine unter Schock stehende Anwohnerin ambulant versorgt.

Augenzeugenberichten zufolge soll eine Nachbarin die älteren Hausbewohner rechtzeitig gewarnt und aus dem Haus gebracht haben. Für die Dauer der die bis in die Nacht andauernden Löscharbeiten musste die L 339 und die Ortsdurchfahrt Dennach gesperrt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Mehrere Leser hatten sich zuvor per E-Mail, Notify, Instagram und Snapchat bei PZ-news gemeldet und von der Rauchsäule berichtet, die von allen umliegenden Gemeinden aus weithin zu sehen war.

Nina Tschan

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Thomas Meyer

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Thomas Kurtz

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