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Foto: Seibel (Archiv)
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13.10.2016

Riesige Finanzlücke bei der Enztalbahn – Steht ihre Zukunft auf der Kippe?

Pforzheim, der Enzkreis und der Kreis Calw, die die Stadtbahn von Pforzheim nach Bad Wildbad mitfinanzieren, müssen für den weiteren Betrieb enorm viel Geld zubuttern. Wenn das Defizitproblem nicht gelöst wird, steigt der Zuganbieter AVG aus. Das Land müsste dann einen neuen Anbieter suchen, das Zugangebot wäre dann jedoch nicht mehr so gut wie bisher.

Tausende Menschen feierten vor 13 Jahren die neue Stadtbahn im Enztal. Die mit rund 30 Millionen Euro auf Vordermann gebrachte Zuglinie mit der S 6 von Pforzheim bis zum Bad Wildbader Kurpark sei ein Meilenstein im Nahverkehr, lauteten damals die Lobeshymnen der Kommunalpolitiker aus der Region. Mit der Jahreszahl 13 droht jetzt jedoch ein Unglücksfall für Pforzheim, den Enzkreis und den Landkreis Calw – sie sollen dem Bahnanbieter, der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), künftig richtig viel Geld für den Zugbetrieb zuschießen. Die AVG beklagt von 2017 bis 2022 eine Finanzierungslücke von insgesamt rund zwölf Millionen Euro. Das Land sowie Pforzheim und die beiden Landkreise sollen nun hohe Beträge beisteuern, um das Defizit zu drücken. Die Hiobsbotschaft für Fahrgäste, wenn das nicht klappt: Die AVG würde im Dezember den Verkehrsvertrag kündigen.

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