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Viele gute Wünsche für den Ruhestand bekam die Wilferdinger Grundschulrektorin Ulrike Rotert (Mitte) unter anderem von Jürgen Libicher (von links) als geschäftsführender Remchinger Schulleiter, Schulamtsdirektorin Daniela Rüdenauer, Konrektorin Christiane Röber und Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. Foto: Zachmann
Viele gute Wünsche für den Ruhestand bekam die Wilferdinger Grundschulrektorin Ulrike Rotert (Mitte) unter anderem von Jürgen Libicher (von links) als geschäftsführender Remchinger Schulleiter, Schulamtsdirektorin Daniela Rüdenauer, Konrektorin Christiane Röber und Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. Foto: Zachmann
09.07.2017

Ruhestand: Wilferdinger Grundschulrektorin Ulrike Rotert erhält viel Lob

Zusammen mit ihrem Team konnte sie Bewährtes erhalten und immer wieder Neues entwickelt.

Remchingen-Wilferdingen. Nach über vierzig Jahren im aktiven Schuldienst, darunter elf als Rektorin an der Wilferdinger Peter-Härtling-Grundschule, verabschiedeten zahlreiche Wegbegleiter, Kollegen, Eltern und vor allem Schüler Ulrike Rotert aus dem Klassenzimmer in den Ruhestand. Und das mit einem Zeugnis der ganz besonderen Art: Hätten sie Noten gegeben, so stünde wohl überall eine glatte Eins, wie den Redebeiträgen der Festgäste zu entnehmen war.

Verlässlich und engagiert

„Ich durfte Sie in all den Jahren als äußerst engagierte, pflichtbewusste und sehr loyale Schulleiterin kennenlernen, als stets verlässliche Partnerin, die die Schule auch zu einem wichtigen Integrationspunkt in der Gemeinde gemacht hat“, stellte Schulamtsdirektorin Daniela Rüdenauer fest und ließ Roterts Lebensstationen Revue passieren: Aufgewachsen in Duisburg machte sie das Abitur am Klostergymnasium Offenburg und studierte in Freiburg und Heidelberg Deutsch und Kunsterziehung mit Schwerpunkt Hauptschule. Zu ihren Lehrstationen gehörten unter anderem Karlsruhe und Pforzheim, bevor sie 1989 an die damalige Grund- und Hauptschule Wilferdingen kam.

Als Fachberaterin für das Staatliche Schulamt engagierte sie sich daneben als Mentorin für Kollegen, bevor sie 1999 Konrektorin der umbenannten Peter-Härtling-Grundschule, 2002 Rektorin in Palmbach, dann Ausbildungsleiterin der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und 2006 schließlich Rektorin in Wilferdingen wurde. Dort habe sie „in hervorragender Weise Bewährtes erhalten und Neues entwickelt“. Von der Ersten Hilfe über Präventionsprogramme bis zum Computerunterricht reichen die Fortbildungen, die sie nicht nur besuchte – sondern mit ihrem engagierten Team auch in die Tat umsetze. Auch Vereins-Kooperationen kamen nicht zu kurz.

Pädagogin aus Passion

„Diese vergnügte Person ist Pädagogin aus Passion“, dichteten der Elternbeirat und Förderverein zusammen mit den Schülern. Diese stellten im Chor, in der Trommel-AG, an der Veeh-Harfe, als Theaterspieler, mit Patchwork-Taschen und Kuschelkissen als Abschiedsgeschenk der Näh-AG und schließlich sogar mit selbstgedrehten Videos von der Bachexkursion bis zum Auftritt als „Garagenband“ eindrucksvoll die Vielfalt in Wilferdingen unter Beweis. „Ihnen sind die Kinder sehr am Herzen gelegen“, betonte Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn. Als geschäftsführender Schulleiter der Remchinger Schulen bedankte sich Jürgen Libicher für Roterts Klarheit, strukturiertes Handeln und kollegiale Unterstützungsbereitschaft. Am Beispiel einer Spielplatzgestaltung verdeutlichte Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon, wie unterschiedlich die Ansichten von Eltern und Kindern sein können: „Ihnen ging es immer und ausschließlich um die Kinder“, lobte Prayon ebenso wie Konrektorin Christiane Röber die Empathie für die Schüler.

Bis zur Neubesetzung wird Röber die Geschäfte übernehmen, wobei sich Schulamtsdirektorin Rüdenauer zuversichtlich zeigte: „Die Stelle ist ausgeschrieben und es gibt schon Interessenten.“ Auch im Ruhestand wird es Rotert nicht langweilig werden, schließlich warten in der Familie bereits fünf Enkel. In ihrer Abschiedsrede dankte Rotert allen Wegbegleitern für das gute Miteinander.