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Tausende säumten gestern den zwei Kilometer langen Umzugsweg der Ittersbacher Narrenzunft. Viele Hästräger sorgten wieder für ein Spektakel.  Weber
Tausende säumten gestern den zwei Kilometer langen Umzugsweg der Ittersbacher Narrenzunft. Viele Hästräger sorgten wieder für ein Spektakel. Weber
Wer will schon in die Fänge dieser närrischen Figuren geraten? Zur Ittersbacher Fasenacht gehört natürlich die ganz besondere Straßenfestatmosphäre.
Wer will schon in die Fänge dieser närrischen Figuren geraten? Zur Ittersbacher Fasenacht gehört natürlich die ganz besondere Straßenfestatmosphäre.
31.01.2016

Rund 8000 Besucher aus der Region kommen zum Ittersbacher Umzug

Im Jahr des 32-jährigen Bestehens der Ittersbacher Narrenzunft hat sich der Umzug im Karlsbader Ortsteil längst zu einem Höhepunkt der Straßenfasenacht in der Region entwickelt. So säumten auch gestern, trotz der nicht gerade einladenden Witterung, rund 8000 Besucher den zwei Kilometer langen Umzugsweg. Insgesamt 74 Gruppierungen mit rund 2000 Teilnehmern, darunter 1600 Hästräger, zelebrierten Brauchtumsfasenacht vom Feinsten.

Dabei kann man in Ittersbach immer wieder neue Formation aus den Fasnethochburgen begrüßen. Dies als Gegenbesuch bei der Ittersbacher Zunft, nachdem diese mit ihren Hexen, „Jaköblen“ und „Stöckmädlen“ während der Kampagne bei zahlreichen Umzügen, Narrentreffen und Brauchtumsabenden anzutreffen ist.

„Unser Umzug genießt unter den Fasenachtern einen sehr guten Ruf“, freute sich Zunftmeisterin Sylvia Matin, während sie zusammen mit Zunftsprecher Daniele Antonicelli beim Rathaus die vorbeziehenden Narren begrüßte. Erstmals in Ittersbach mit dabei waren die Nußlocher „Giggelsburg Waiwa“ unter ihren handgeschnitzten Holzlarven, die gruseligen „Wildsaue vom Schollebunker“ aus Lichtenau, die Narrenzunft Sindelfingen mit dem Weißnarr mit handbemalter Häs und Fuchsschwanz an der Larve und die schreckeinflößenden „Hexajäger“ aus dem Eschelbachtal. Seit Jahren dabei und immer eine Attraktion: die „Forlewald-Wolfs-Hexen“ aus Kenzingen.

Für den richtigen Marschrhythmus des närrischen Lindwurms sorgten elf Musik- und Fanfarenzüge sowie „Guggen-Musikgruppen“. Darunter die „Russegugge“ aus Auerbach, die „Dannazäpfle-Gugga“ aus Schielberg, die Buschbachgugge“ aus Oberweier, die „Guggemusik d`Lodder“ aus Jöhlingen, die „D´Schbasda Radaugugge“ aus Spessart, bis zu den „Bü-Hoi Cravallos“ aus Büchenbronn und der Narrenkapelle des Ittersbacher Musikvereins.

Der Raum Karlsruhe/Ettlingen war vertreten durch die „Rieberger Moorschlammbe“ aus Durlach, die Narrenzunft Schöllbronn mit Moggel, Retzberghexen und Kleeblätter, die Ettlinger „Horbachdeifl“, eine Abteilung der historischen Bürgerwehr, die Schielberger „Buchholzhexen“ oder die „Daxlander Schlampen“. Eindrucksvoll präsentierten sich die Fasenacht aus dem Raum Pforzheim/Enzkreis mit den

„Kräheneck-Hexen“ aus Dillweißenstein, den noch jungen „Nebelhexen“ aus der Nachbargemeinde Straubenhardt, dem „EBB Troll“ aus Bilfingen, bis zu den „Köhler-Hexen“ aus Büchenbronn, oder den märchenhaften „Monbach-Trolls“ aus Neuhausen.

Ein Stück Regionalpolitik gestaltete eine Gruppe gegen die Windräder in Straubenhardt mit der Aufschrift: Gemeinderat beschließt „Und wenn kein Wind bläst, machen wir ihn selbst“.

Auch von den „gruseligen Gesellen“ gab’s für die kleinen Besucher am Straßenrad immer wieder eine süße Belohnung, so dass der erste Schreck schnell verdaut war.

Lob erntete der Veranstalter für die Buden und Stände der örtlichen Vereine entlang der Umzugstrasse, die vor und insbesondere nach dem Spektakel für Straßenfestatmosphäre sorgten.