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Franziska Giffey verbreitete in Straubenhardt Hoffnung bei den Besuchern des SPD-Neujahrsempfangs. © Meyer
19.01.2019

SPD-Neujahrsempfang in Straubenhardt: Franziska Giffey überzeugt als Hoffnungsträgerin

Straubenhardt-Conweiler. Die Familienministerin Franziska Giffey gilt als Hoffnungsträgerin der SPD – und genau so präsentierte sie sich auch am Samstagabend beim traditionellen Neujahrsempfang der SPD-Kreisverbände Pforzheim & Enzkreis, der Kreisratsfraktion Enzkreis, der Stadtratsfraktion Pforzheim und der Bundestagsabgeordneten Katja Mast in Straubenhardt.

Seit März vergangenen Jahres ist sie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin. Jetzt begrüßte sie zahlreiche Besucher in der Turn- und Festhalle Conweiler – und hinterließ bei ihnen einen spürbar guten Eindruck. „Es ist nicht immer so, dass wir bei der SPD aufstuhlen müssen“, merkte Mast bei ihrer Begrüßung mit einem Lachen auf den Lippen an. Rund 250 Anmeldungen seien zuvor bei den Organisatoren eingegangen. Weit mehr Besucher waren der Einladung zum Neujahrsempfang aber tatsächlich gefolgt, sodass einige der Anwesenden auch im Stehen den Worten der Redner folgten. „Franziska Giffey ist eine Politikerin, die eine klare Sprache spricht und nicht vergisst, wem sie Rechenschaft schuldig ist. Sie hat Neukölln im Herzen und hat nicht vergessen, wie es ist, wenn Familien und Kinder nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, lobte Mast ihre Kollegin.

Bildergalerie: Franziska Giffey beim SPD-Neujahrsempfang in Straubenhardt

Eine etwas andere Art

Diese „klare Sprache“ bekamen die  Anwesenden schnell zu hören: „Geht’s euch gut?“, fragte die Giffey zu Beginn ihrer Rede und zeigte sich damit von Anfang an auf Augenhöhe mit den Besuchern. Für ihre erfrischend andere und vor allem offene Art wird Giffey seit Beginn ihrer rasanten Karriere gelobt – auch in Straubenhardt bekam die ehemalige Bezirksbürgermeisterin Berlin-Neuköllns deshalb sowohl von den Rednern als auch von den Besuchern viel Zuspruch. Doch nicht nur ihre Art, auch ihre fachliche Kompetenz überzeugte die Anwesenden. Mit dem „Gute-KiTa-Gesetz“, bei dem es um weniger Gebühren bei gleichzeitiger höherer Qualität in den Kindertagesstätten Deutschlands geht, etwa konnte die 40-Jährige bereits schnelle Erfolge feiern. Trotzdem weiß auch sie, dass 2019 noch einiges zu tun ist. „Wir wollen dafür sorgen, dass Familien spürbar gestärkt werden in Deutschland“, setzte Giffey am Samstagabend in den Fokus ihrer Rede. Das solle im Idealfall durch kostenfreien Kitas und Schulen mit Ganztagsangeboten ermöglicht werden.

Aber auch andere Themen stünden auf ihrer Liste, die es abzuarbeiten gilt. Passend zum Jubiläumstag des Frauenwahlrechts am Samstag erläuterte die Bundesministerin: „Frauen können alles!“ Bisher sei dieser Leitspruch zur Gleichstellungspolitik allerdings in vielen Bereichen lediglich eine Forderung, kein Fakt. Das müsse sich laut der Familienministerin schnellstens ändern. Der Gedanke, dass ebenso viele Frauen wie Männer in Parlamenten vertreten sind, sollte heutzutage, 100 Jahre nachdem Frauen für das eigene Wahlrecht auf die Straße gingen und kämpften, nicht allzu abwegig sein. Ein Ansatz, den zuvor auch Paul Renner, Kreisvorsitzender der SPD Enzkreis, anhand eines Zitates von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede betonte: „Frauenrechte sind nicht die Sache von Frauen alleine.“ Der Kreisvorsitzende erinnerte beim Neujahrsempfang aber auch an das bevorstehende Wahljahr und setzte ein deutliches Zeichen: „Europa ist die Antwort. Europa ist die Zukunft von uns allen.“

Im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen begrüßte Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg die Besucher unter dem diesjährigen Leitsatz seiner Gemeinde „Liebe, Mut und Zuversicht“. Er appellierte an seine Bürger: „Setzen Sie sich ein und kämpfen Sie für Ihr Anliegen“ – gerne auch als Teil des Gemeinderates, so Viehweg. Umrahmt wurde der Abend von den Schülern der Jugendmusikschule Neuenbürg Melinda Vonbank, Ruhew Khalil und Emilia Haefner gemeinsam mit dem Leiter der Schule, Christian Knebel. Sie erhielten für ihre musikalischen Talente an Violine und Klavier großen Beifall.dnete.