Keltern-Weiler. Vergrößert und somit abgerundet wird der Bereich für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Weiler“.
Hintergrund ist, dass bislang rund 900 000 Euro an Finanzhilfen abgerufen wurden und somit noch Sanierungsmittel zur Verfügung stehen, wie Hauptamtsleiterin Karla Arp in der Verwaltungsvorlage für den Kelterner Gemeinderat erläuterte. Der Bewilligungszeitraum läuft noch bis Ende 2019. Möglich, so die Hauptamtsleiterin auf PZ-Nachfrage, sei auch noch ein Folgeantrag beim Land, allerdings könne man zum jetzigen Zeitpunkt nichts über die Realisierungschancen eines solchen Verfahrens sagen. In der aktuellen Ratssitzung votierte der Gemeinderat einmütig für die Verwaltungsvorlage. Das heißt, dass das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Weiler“ um die Grundstücke Schlossstraße 2, 4, 6 und 8, diverse Flurstücke sowie die Gayernstraße 5 erweitert wird.
Manfred Dengler (Grüne) unterstrich, dass er nichts gegen eine Vergrößerung des Sanierungsgebiets habe, allerdings erschließe sich ihm nicht, warum es sich ausgerechnet um die genannten Gebiete handele. Bürgermeister Steffen Bochinger antwortete, dass die Eigentümer sich schon seit geraumer Zeit gemeldet und entsprechende Wünsche geäußert hätten. Michael Trägner (FWG) beanstandete, dass die Verwaltung quasi auf Zuruf tätig werde. Damit werde das Pferd von hinten aufgezäumt und es stehe zu befürchten, dass bei weiteren Sanierungsmittelresten erneut Satzungsänderungen vom Gemeinderat zu beschließen seien. Ob es nicht effektiver sei, einen Aufruf im Amtsblatt zu starten und dann eine gemeinsame Änderung vorzunehmen? Tatsächlich wird die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der für die Projektbetreuung zuständigen STEG aus Stuttgart eine Veröffentlichung im Amtsblatt vornehmen. Allerdings müsse man sich, so Karla Arp, erst noch über den Textinhalt verständigen. Entscheidend sei im Lauf des Bewilligungszeitraums, wie viele Fördergelder noch übrig seien.
