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Dieses Bild hat uns Daniel Galatchiev geschickt. Wir wünschen allen einen schönen Valentinstag! © Galatchiev
13.02.2019

Schatz, es ist Valentinstag: Das sind die schönsten Liebesgeschichten der PZ-Leser

Pforzheim/Enzkreis. Es ist Valentinstag – Love is in the air! Wie war das damals mit dem ersten Blick, dem ersten Treffen, dem ersten Kuss? Für PZ-news haben sich die Leser zurückerinnert und ihre lustigen, ungewöhnlichen und vor allem sehr romantischen Liebesgeschichten niedergeschrieben. 

Laura Vischer aus Knittlingen:

"Mein Freund und ich (ungefähr ein 1¾ Jahre zusammen) sind unerwartet und nicht klischeehaft zusammen gekommen. Wir sind mit guten Freunden, die ein Pärchen sind, in den damaligen "Music Park" in Pforzheim gegangen. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir beide uns noch nicht. Was wir nicht wussten: Unsere Freunde haben eine Wette abgeschlossen, dass wir uns an diesem Abend küssen. Nebenbei, Denise hat gewonnen.

Als wir endlich einen Moment für uns hatten, haben wir uns (bzw. tatsächlich ich  ihn) endlich geküsst. Als wir uns umschauten, saßen die beiden an der Bar und grinsten uns an...

In der peinlichen Zeit danach, wenn man nicht weiß, wie man sich betiteln soll, haben wir uns jeden Tag mit Freunden getroffen. Jeder unbeobachtete Moment wurde zum Küssen benutzt. Nach vier Tagen haben wir uns endlich alleine gesehen. Als ich zu ihm kam, wurde ich direkt mit einem "Ich liebe Dich" überrascht. Das habe ich sofort erwidern wollen und müssen. Öffentlich wurde es 3 Stunden später, als Freunde zum Grillen kamen. Wir hatten es von Spitznamen, dann meinte zu allen "also ich nenn ihn Schatz"."

Bildergalerie: Zum Valentinstag: Süße Bilder der PZ-news-Leser

Michelle Lipinski und Tom Mertineit aus Pforzheim-Eutingen:

"Kennengelernt haben wir uns 2011 über Knuddels. Nicht einmal zwei Wochen später bin ich von Paderborn nach Pforzheim gezogen. Es war ein Risiko: Ist er wirklich der, der er vorgibt? Ist es ein Fake oder nicht? Aber ich liebe das Risiko und habe gewonnen. Ich bin also nach Pforzheim gefahren und am Bahnhof da saß er. Ich sah ihn zum ersten Mal. Er nahm mich direkt in den Arm und küsste mich. Es war wie eine Achterbahn, so viele Schmetterlinge im Bauch. Und wir haben soviel zusammen erlebt. Es ist wie im Märchen. Man muss erst steinige Wege gehen, um zu sehen, ob es passt. Wir sind mittlerweile seit acht Jahren zusammen und wir lieben uns wie am ersten Tag und können nicht ohne den anderen."

Saskia:

"Es hat alles in unserer Gemeinde angefangen, im Sonntagnachmittag-Programm. Ich kannte ihn kaum und wusste gerade einmal seinen Namen. Ich weiß nicht, warum, aber an diesem Sonntag ist er mir aufgefallen, obwohl er im Auto nur vor mir saß. Dann, eine Woche später, haben wir angefangen, miteinander zu reden. Das war der Tag, an dem alles begann… Und wie das natürlich so ist, schreibt man und schreibt man und es wird immer mehr, bis dann schließlich die roten Herzen dazu kommen. Bis wir schließlich an einem Abend-Gottesdienst nebeneinander saßen (13.05.2017): Er hat mich die ganze Zeit geärgert, indem er mir in die Seite gestochen hat, bis er irgendwann meine Hand genommen hat… Der erste Kuss ließ auch nicht lange auf sich warten. Es war eine Woche später, als wir essen waren und er mir unbedingt "was am Handy zeigen" musste und sich daraufhin neben mich gesetzt hat und mich einfach geküsst hat. Woran ich gerne zurückdenke? An den Moment als er meine Hand genommen hat."

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Santana Raus aus Pforzheim:

"Mein Freund hat mich damals in meiner Berufsschule in Münster während einer Facharbeitenaustellung angesprochen. Dort habe ich einen Comic ausgestellt, ich habe ihm meine Kontaktdaten zu einer Künstlerplattform im Internet gegeben. Er schrieb mich dort an und wir gingen ins Kino, um uns Iron Man anzusehen (wir sind beide Nerds, also prima Filmwahl). Daraufhin haben wir uns einen Monat lang getroffen, bis es dann auf den Münsteraner Send ging (Send: ähnlich wie die Mess). Beim abendlichen Feuerwerk gaben wir uns den ersten Kuss, aber ich war etwas verunsichert, da es auch meine erste Beziehung werden sollte. Daher habe ich ihm erst einen Korb gegeben, was ich schnell bereut habe... Schon bald haben wir uns wiedergesehen bei einem Zoobesuch-Date. Seitdem sind wir unzertrennlich: Wir beschreiten das Leben nun seit über zehn Jahren gemeinsam.

Nach dem dritten Jahr gab es eine Prüfung für unsere Beziehung, denn ich wollte mir unter keinen Umständen ein Auslandssemester in Südkorea entgehen lassen. Es standen also vier Monate an, in denen wir nur Kontakt über Skype haben sollten. Mein Freund Tobias wollte mir unter keinen Umständen diese Chance nehmen und unterstützte mich in diesem Vorhaben!

So war ich dann einen Monat lang in Korea auf meiner Abenteuerreise, zusammen mit meinen Komilitoninnen, in einer völlig neuen Umgebung, einer komplett neuen Welt für mich - ohne Toby. Nach einer durchgefeierten Nacht, frühmorgens, fragte mich meine Komillitonin Julia, ob ich ihr eins versprechen könnte und wir die geplanten Fotos in meinem mitgebrachten Kostüm auf jeden Fall an dem Tag noch machen könnten. Ich war etwas verunsichert über die Dringlichkeit der Fotos ihrerseits, aber ich versprach es ihr. Ohne Schlaf und mit etwas Aufwand legte ich mein Kostüm an, es ging in einen nahe gelegenen kleinen Park. Das Kostüm stammt aus Street Fighter, einem Konsolen-/Computerspiel. Der Charakter stammt aus Korea, daher war es mir von Anfang an wichtig, die Gelegenheit wahrzunehmen und dort im Kostüm Fotos zu machen. Beim Park angekommen, stand dort plötzlich der Rivale meines Charakters, ich konnte es kaum fassen. Die Latexmaske überdeckte das Gesicht völlig und die kostümierte Person sprach mit verstellter Stimme auf englisch mit mir. Natürlich musste ich dringend Fotos mit ihm machen, so einen Zufall gibt es selten! Nach einigen Bildern unterhielten wir uns etwas und er machte Anstalten, sich die Maske abzuziehen. Darunter war mein Freund Tobias. Ich war völlig verwirrt und auch geschockt, wie konnte das sein? Uns trennten über 5000 Kilometer und Tobias hat seinen ersten Flug ganz allein auf sich genommen nur um mich wiederzusehen. Bald stellte sich bei mir auch Freude ein, weil ich endlich begriff dass dort wirklich mein Liebling stand, den auch ich fürchterlich vermisst habe! Er hat über einen Monat zusammen mit seiner Mutter an dem Kostüm gearbeitet, den Aufenthalt per Couchsurfing geplant und mit meiner Kommilitonin dieses Überrschungsmanöver geplant. Außerdem hatte er von der koreanischen Schrift und Sprache keine Ahnung, aber es hat alles nach Plan geklappt! Eine Studentin meiner koreanischen Hochschule half ihm von der Bahnhaltestelle bis zu diesem Park, er sprach sie zufällig an!

Bis heute ist diese Geschichte für mich immer noch unglaublich und jeder fragt mich immer, ob er mir dort einen Antrag gemacht hat. Wir waren damals (2011) erst drei Jahre zusammen und noch sehr jung. Sicher klingt das romantisch, aber in meinem Zustand  konnte ich zu dem Zeitpunkt keine 1+1 zusammenzähen. Daher ist es gut, dass er das auf unser zehnjähriges Jubiläum im letzten Jahr verschoben hat! Er hat nicht fern vom Wildpark mitten im Schwarzwald um meine Hand angehalten! Natürlich habe ich "Ja" gesagt und wir werden nach Tobys Studium ein Datum finden, an dem wir heiraten! Sein Transportation Design Studium hat uns nach Pforzheim vor drei Jahren verschlagen, meines hatte ich gerade beendet.

Es gibt von dieser kostümierten Überraschung ein Video:

An dieser Stelle möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen und dir meine Grüße ausrichten, Toby! Ich liebe dich unendlich und freue mich auf weitere Abenteuer mit dir an meiner Seite! <3"

Kevser Morkart aus Pforzheim:

"Kennengelernt habe ich meinen Freund Daniel im Jahr 2015 auf dem Weihnachtsmarkt Pforzheim. Damals ging ich noch bis 13 Uhr zur Schule und habe als Aushilfe nebenbei drei Wochen auf dem Weihnachtsmarkt im Glühweinstand (Barth) gearbeitet. Mein Freund Daniel arbeitete seit zwei Jahren bei Familie Barth als Schausteller, also war deutschlandweit immer in neuen Städte unterwegs. Er hat mir beim Arbeiten immer geholfen und hat dafür gesorgt, dass mir nicht kalt war. Am Anfang fand ich ihn sehr nett, mehr habe ich mir dabei nicht gedacht, da ich wusste, dass er in paar Tagen wieder an einem ganz anderen Ort ist. Eines Abends als ich Feierabend hatte und hinten meine Jacke anziehen wollte, stand er plötzlich hinter mir und hat mich geküsst. Ich habe mich natürlich sehr erschrocken und war echt sauer auf ihn. Im Endeffekt kannte ich ihn ja nicht wirklich, also ging ich zur Chefin und sagte, dass es mir nicht gut geht und ich in den nächsten Tagen nicht kommen kann. Danach war ich natürlich nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt. Es war ein komisches Gefühl: Irgendwie hatte ich danach Sehnsucht nach ihm, war sauer, aber irgendwie hatte es mir auch gefallen. Spät am letzten Abend, als sie den Stand abbauten, ging ich im Regen zum Weihnachtsmarkt, um ihn ein letztes Mal zu sehen. Er hat sich sehr gefreut, dass ich da war und er sich von mir verabschieden kann. In der Nacht haben wir unsere Nummern ausgetauscht. Da hat alles angefangen: Wir haben jeden Tag miteinander geschrieben. Sehen konnten wir uns nicht, da uns Hunderte von Kilometern trennten. Manchmal, als er dann frei hatte, kam er von Zotzenheim für paar Stunden nach Pforzheim, um mich zu sehen. Bald darauf, fasst er den Entschluss, seine Arbeit zu kündigen, den Ort zu verlassen und nach Pforzheim zu ziehenn – und das alles nur für mich! Jetzt wohnt er in Pforzheim und arbeitet hier in einer Firma. Mittlerweile sind wir mehr als drei Jahre zusammen und heiraten dieses Jahr im Juli."

Sabine Minister-Hellmayr aus Österreich (ehemalige Pforzheimerin):

Als 10-Jährige saß ich in der Küche meiner Oma in Büchenbronn und sagte ihr: "Oma, ich heirate mal einen Ausländer und gehe weit weg von hier!" Die Oma war entsetzt und antwortete: "Sabine, Du darfst nicht weggehen, da kommen mir die Tränen!" Doch es war mein Traum, den ich keinem mehr erzählte – und auch wieder vergaß, als ich meinen ersten Mann kennenlernte.

Er war, genau wie ich, gebürtiger Pforzheimer und wir heirateten jung und bauten uns eine gemeinsame Existenz auf. Nach fast 28 Jahren Ehe verliebte er sich in eine andere Frau und – obwohl ich es kommen sah – war ich erst einmal geschockt.

Doch nach der ersten Verzweiflung wusste ich: Ich möchte mich wieder verlieben; ich möchte einen liebevollen Mann an meiner Seite haben, denn zu zweit ist einfach vieles schöner!

Doch wo einen Mann finden? Ich war damals 48 Jahre alt (2009) und die Internetsuche war noch nicht so ausgeprägt wie heute. Meine Freundinnen waren auch nicht gerade hilfreich. Sie sagten mir: "Sabine, vergiss es! In deinem Alter sind die Guten vergeben, da gibt es keine gescheiten Männer mehr auf dem Markt!" Doch ich war schon immer eine große Optimistin und so entwickelte ich meine eigene Methode: Zunächst überlegte ich mir, was denn dieser neue Mann für Charaktereigenschaften haben sollte. Dann stellte ich mir vor, der wäre schon Realität und fühlte ihn neben mir. Egal was ich tat, ob beim Spazieren gehen, in der Badewanne liegen: ER war immer bei mir.

Zwölf Wochen später lernte ich ihn auf einer Weiterbildung kennen: Alois aus Österreich. Mir fiel sofort sein nettes Lächeln auf, auch, dass er so zurückhaltend und freundlich war, hat mir gut gefallen.

Mit Herzklopfen habe ich ihn angesprochen und schnell haben wir gemerkt, wie viele Gemeinsamkeiten uns verbinden. Zwei Wochen später waren wir ein Paar!

So bin ich nach Österreich gekommen. 2010 haben wir geheiratet und erst nach der Hochzeit ist mir aufgefallen: ich habe meinen Ausländer bekommen, den ich mir als Kind schon gewünscht habe. Wenn ich das erzähle, lacht mein Mann sich immer halb tot: "DU bist doch hier die Ausländerin!" – Ach, wer wird denn das so genau nehmen…

Übrigens: Meine Freundinnen sagten daraufhin: „Sabine, Ihr seid so ein schönes Paar – wie hast Du das denn gemacht?“ Gerne habe ich mein Wissen weitergegeben und mache das seit ein paar Jahren für alle Frauen, die sich endlich wieder verlieben wollen, sogar beruflich. Noch immer freue ich mich wie verrückt, wenn eine „meiner“ Frauen wieder glücklich verliebt ist! Weiß ich doch selbst am besten, wie schön es ist, auch nach Jahren eine liebevolle Partnerschaft zu führen."

Hannah Reiter aus Königsbach-Stein:

"Kennengelernt haben wir uns, da meine Freundin einen geschäftlichen Termin mit ihm hatte. Ich wollte eigentlich in dem Geschäft außerhalb warten, bis die beiden miteinander gesprochen haben. Er holte sie an der Tür ab. Wir sahen uns in die Augen und ich spürte sofort eine Verbindung. Das traf mich so plötzlich, dass ich schnell zu Boden sah. Gerade, als die beiden reingehen wollten, drehte er sich unschlüssig zu mir und fragte, ob ich nicht auch mitkommen wollte. Das nachfolgende Gespräch blieb nicht lange geschäftlich. Schnell redeten wir über Gott und die Welt als wären wir alle langjährige Freunde. Ich spürte, wie viel wir gemeinsam hatten. Die Zeit ging um wie im Flug und als wir dann gehen wollten, drückte er mir einen Zettel in die Hand. Ich packte ihn schnell in meine Tasche und als ich draußen nachschaute, hatte er mir seine Nummer zugesteckt. Mein Herz blieb für einen Moment stehen und ich war unheimlich glücklich und aufgeregt. Am Abend schrieb ich ihn das erste Mal. Daraufhin rief er mich an und wir führten bis tief in die Nacht ein intensives Gespräch, bei dem uns klar wurde, dass wir uns jahrelang ganz nah waren ohne uns kennen zu lernen. In den folgenden Tagen trafen wir uns immer wieder. Ich besuchte ihn oft auf der Arbeit und brachte selbst gekochtes Mittagessen mit. Jedes Mal hielt es ein kleines Geschenk wie Pralinen oder eine andere Aufmerksamkeit für mich bereit. Ich spürte, wie ich anfing ihn mehr und mehr zu mögen. Wenn wir uns mal nicht trafen, hatten wir durchgängig Kontakt über Telefonate und WhatsApp. Unsere Gespräche wurden immer intensiver und wie offenbarten einender alles über einander. Nach einigen Wochen fragte er mich, ob ich mir eine Beziehung mit ihm vorstellen könnte. Ich war überglücklich und sagte sofort ja. Mittlerweile sind wir eineinhalb Jahre ein Paar und noch immer bringe ich ihn sein Essen und noch immer überrascht er mich mit kleinen Geschenken. Von Anfang an ist das unser Ritual, das wir hoffentlich nie ablegen werden. Zwischen uns ist alles perfekt, im Sommer werden wir heiraten und ich könnte mir keinen besseren Mann für mich vorstellen."

Fawwaz aus Pforzheim:

"Ich habe mein Mädchen in Waldberg kennengelernt. Wir haben uns ein paar Mal getroffen. Dann sind wir am 12.04.2016 zusammengekommen. Das Besondere war, wie wir uns das erste Mal geküsst haben. Und wir wollen zusammen leben und sterben. Wir werden immer füreinander da sein, egal ob es leichte oder schwierige Zeiten sind. Ich liebe sie über alles. Es gibt nichts Schöneres im Leben als wenn zwei sich über alles lieben und ich werde sie lieben bis zum letzten Atemzug."