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Schau mal, was hier unter der Erde lag: Margot Haug (links) und Hannelore Heege aus Dietlingen gefällt‘s.
Schau mal, was hier unter der Erde lag: Margot Haug (links) und Hannelore Heege aus Dietlingen gefällt‘s.
Wo vor knapp 2000 Jahren einmal ein römischer Gutshof stand, machen sich PZ-Leser heute über die Geschichte der antiken Großmacht in der Region schlau. Museumsleiter Jeff Klotz (vorne, Vierter von rechts) führte die Gruppe durch das Römermuseum Remchingen. Fotos: Ketterl
Wo vor knapp 2000 Jahren einmal ein römischer Gutshof stand, machen sich PZ-Leser heute über die Geschichte der antiken Großmacht in der Region schlau. Museumsleiter Jeff Klotz (vorne, Vierter von rechts) führte die Gruppe durch das Römermuseum Remchingen. Fotos: Ketterl
Kleiner Legionär: Raphael Sick aus Singen.
Kleiner Legionär: Raphael Sick aus Singen.
07.08.2015

„Schau mal, wo du lebst“ im Römermuseum Remchingen

Remchingen. Hätten Sie’s gewusst? Im ersten Jahrhundert wurden Zehntausende Gallier von den Römern in den damals nahezu menschenleeren Südwesten Deutschlands umgesiedelt. Und der steinige Weg hin zur emanzipierten Frau wurde erst nach und nach durch die Folgen der industriellen Revolution und die Schrecken des Ersten Weltkriegs geebnet. Die PZ schickte am Freitag rund 25 Leser bei „Schau mal, wo du lebst“ auf eine Reise in beide Epochen ins Römermuseum Remchingen, um dem auf die Spur zu kommen.

Die römischen Herren hätten die Scharen aus Gallien – meist aus der Region des heutigen Paris und Metz – jenseits des Rheins angesiedelt, um das Gebiet bewirtschaften und es somit besser unterwerfen zu können, erklärte Museumsleiter Jeff Klotz. Immer weiter seien die Eroberer von der italischen Halbinsel in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts nach Osten vorgerückt – erst nach Ettlingen, dann nach Pforzheim, später nach Bad Canstatt bis an den Limes. Ihre Spuren sind in der Region bis heute allgegenwärtig. Viele Siedlungen und Verbindungen – darunter die Trasse der heutigen A 5 – gehen auf die Römer zurück. Wo der Glassaal des Museums heute steht, stand früher ein römischer Gutshof – 16 Meter lang, zwölf Meter breit und 8,5 Meter hoch.

Durch die Umsiedlung entstand rechts des Rheins ein Kulturmix aus gallischen, keltischen und römischen Elementen. Im Remchinger Römermuseum wurde dies für die PZ-Leser an einer Säule mit religiöser Bedeutung sichtbar.

In einem zweiten Teil führte Klotz durch die Sonderausstellung „Frauen im Aufbruch“, die die Situation der Frauen um die Zeit des Ersten Weltkriegs näher bringt.

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