760_0900_122663_Chameleon_2020_kl_07534.jpg
Matthias Enz (links) und Thomas Nippa planen die Zukunft der Band.  Foto: Frommer 

Scheibchenweise zum neuen Album: Wiernsheimer Band Chamëleon geht bei CD-Produktion kreative Wege

Wiernsheim. Neue Songs trotz Lockdown: Wer eine CD-Produktion unter Corona-Einschränkungen vorantreibt, ist – wie die Rock- und Pop-Band „Chamëleon“ – zur sequentiellen Vorgehensweise gezwungen. Gitarrist Matthias Enz macht im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“ deutlich: „Wir dürfen gegenwärtig nur zu zweit in den Proberaum – nehmen jeweils einzelne Tracks, einzelne Linien auf, schicken vieles mehrfach hin und her – und müssen später alles mühselig zusammenmischen“.

Begonnen werden die Aufnahmen häufig mit dem Schlagzeug, anschließend folgt der Bass, danach die diversen Gitarrenparts, dann die verschiedenen Gesangsstimmen, zuletzt die Solo-Gitarre. Dieses scheibchenweise Einspielen ist für ihn und für Chamëleon-Schlagzeuger Thomas Nippa jedoch nur bedingt zufriedenstellend: „Wir sind eine echte Live-Band“, unterstreicht Nippa, „unter normalen Bedingungen machen wir alles zusammen und proben ausgesprochen gerne“.

"Soziale Element" des Zusammenspiels fehlt

Und Matthias Enz ergänzt: „Wenn die anderen Bandmitglieder, unser Sänger Angelo Cortese, der Gitarrist David Lunar oder Alexander Ulm am Bass direkt am Set mitwirken, gibt es immer ein unverzügliches Feedback und wir können jede notwendige Feinjustierung sofort vornehmen“.

Dieses wichtige „soziale Element“ des Zusammenspiels außerhalb der Zeiten von Corona fehle im Moment vollständig. „Die Essenz des Musizierens geht verloren“, bringt Thomas Nippa die aktuelle Situation auf den Punkt. Trotz der geschilderten Widrigkeiten will die fünfköpfige Band zum 24. Dezember ihren Fans eine getragene „Christmas-Edition“ der neuen Eigenkomposition „Crash“ als Download zur Verfügung stellen.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 17. Dezember, in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.