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Auf die Arbeit des Anti-Graffiti-Mobils aus Pforzheim machen Polizeihauptkommissar Volker Weingardt (von links), der Mühlacker Bürgermeister Winfried Abicht, Heike Kuppinger vom Pforzheimer Bürgerverein Nordstadt sowie die Polizeibeamten Sabine Bechtler (Jugendsachbearbeiterin) und Philipp Kaiser vom Revier Mühlacker aufmerksam.  Foto: Hepfer 
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Vor zwei Wochen beseitigten einige Jugendliche Schmierereien an einer Lärmschutzwand in Mühlacker.  Foto: Hepfer 

Schmierereien, die empfindlich ins Geld gehen: Straffällig gewordene Jugendliche müssen ran

Mühlacker/Pforzheim. Für die einen ist es eine Art Kunst, für die anderen „eine Sauerei“, wie ein älterer Bürger beim Betrachten einer mit Graffiti besprühten Hauswand in der Mühlacker Innenstadt verärgert feststellte. Für die Stadtverwaltung sind solche illegalen Farbverzierungen an öffentlichen Gebäuden oder Einrichtungen jedenfalls keine Lappalie.

„Bei diesen Schmierereien kann man nicht von einem Kavaliersdelikt sprechen. Das ist Sachbeschädigung“, betont Bürgermeister Winfried Abicht und weist darauf hin, dass die Entfernung der Graffiti eine Stange Geld koste, das die Stadt Mühlacker dringend für andere Dinge benötige. „Das muss aufhören!“, macht Abicht unmissverständlich deutlich.

In dieser Sache bekam er am Mittwoch Unterstützung vom Pforzheimer „Anti-Graffiti-Mobil“, das als Projekt vom Bürgerverein Nordstadt, der Malerinnung Pforzheim/Enzkreis, der Polizeidirektion Pforzheim und vom Bezirksverein für soziale Rechtspflege getragen wird. Unter Aufsicht von Polizeihauptkommissar Volker Weingardt entfernten straffällig gewordene Jugendliche Graffiti an mehreren Stellen in der Senderstadt, und leisteten damit die ihnen auferlegten Sozialstunden ab.

Zum Auftakt der Aktion war eine beschmierte Lärmschutzwand an den Bahngleisen beim Kreisverkehr auf der Ötisheimer Straße an der Reihe. Später folgten mit Unterstützung einer Malerkolonne des städtischen Bauhofs weitere Einsätze in der Mühlacker City. „Ich kann nur jedem Betroffenen raten, bei uns einen Antrag zur kostenlosen Schadensbeseitigung zu stellen“, sagt Hauptkommissar Volker Weingardt, der schon seit über zehn Jahren mit dem Anti-Graffiti-Mobil durch den Enzkreis zieht. Allein 2019 seien bereits Flächen im Umfang von rund 1200 Quadratmetern gereinigt worden – seit Start des Projekts im Jahr 2003 käme man auf rund 25.000 Quadratmeter. „Die zumeist jugendlichen Täter haben keinerlei Bezug zu fremdem Eigentum“, hält Weingardt fest.

Mehr darüber lesen Sie am Donnerstag, 31. Oktober, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.