c83b2efe-05df-493c-8cdc-f2f27d917c5f
Nach mehr als 24 Stunden ist der Einsatz in der Neuenbürger Pektin-Fabrik für die Einsatzkräfte beendet. 
246581a7-ce58-4482-b074-16cc4126b27e
Mehr als 24 Stunden bekämpft die Feuerwehr Neuenbürg mit Unterstützung mehrerer Nachbarwehren den Schwelbrand im Silo der Pektin-Fabrik. 
e95c1bc8-471f-4f67-85ea-f822f98ec00e
Gegen Abend spitzt sich die Lage in Neuenbürg zu: Der Schwelbrand hat auf das Dach des Silos übergegriffen. 
d7f4d69a-2cb2-4684-97bb-b358a8e424b7
Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sind am Sonntag vor Ort in Neuenbürg. 
b7a7cfe6-8411-484b-bc31-f49b56c11c60
Dichter Qualm dringt aus einem Fabrikgebäude in Neuenbürg. Die Feuerwehr bekämpft vor Ort die Flammen. 

Schwelbrand gelöscht: Großeinsatz in Neuenbürger Pektin-Fabrik nach mehr als 24 Stunden beendet

Neuenbürg. In einer Pektin-Fabrik in Neuenbürg ist am Sonntagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren bis zum Montagmorgen im Einsatz an der Turnstraße. Dabei soll eine Person verletzt worden sein. Am Sonntagabend spitzte sich die Lage zwischenzeitlich noch weiter zu. Der Brand forderte die Feuerwehren aus der Region über die ganze Nacht hinweg. Nach mehr als 24 Stunden lief der Einsatz am Morgen noch immer, so der Neuenbürger Einsatzleiter Manfred Wankmüller gegenüber PZ-news. Um 10.30 Uhr gab es dann endlich Entwarnung: "Die Kollegen fahren heim", sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle. Der Schwelbrand ist gelöscht.

Nach Auskunft des Leiters für Qualitätsmanagement der betroffenen Unternehmensgruppe, Sebastian Surrey, sei der Schwelbrand am Sonntagmorgen zwischen 7 und 8 Uhr bei einem routinemäßigen Sicherheitsrundgang von Mitarbeitern der Fabrik bemerkt worden. Im Anschluss sei die Feuerwehr angerückt, habe aber aufgrund der Größe und Komplexität des Brandes weitere Kräfte nachordern müssen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand aber keine, so die Polizei und die Feuerwehr gegenüber PZ-news. 

Brandbekämpfung gestaltet sich schwierig

Der Brandherd befand sich demnach in einem Futtermittel-Silo der dortigen Pektin-Fabrik, in dem mehrere Tonnen Pellets gelagert werden. Diese konnten laut Surrey aus mehreren Gründen nicht mit Wasser oder Schaum, sondern nur mit CO2 gelöscht werden: Zum einen saugten sich die Pellets voll, zum anderen sei es wahrscheinlich, dass mit herkömmlichen Löschmitteln der Brandherd nicht vollkommen hätte erstickt werden können. Erst, sobald ale Flammen gelöscht seien, könne das Silo gefahrlos entleert werden, so Surrey weiter. Die Pellets, die durch den Brand ohnehin unbrauchbar geworden sind, würden dann entsorgt werden.

Großeinsatz der Feuerwehr in Neuenbürg bei Pektin-Fabrik
Video

Großeinsatz der Feuerwehr in Neuenbürg bei Pektin-Fabrik

681497a1-54d4-4613-aa09-afbbad5cfcb0
Bildergalerie

Feuerwehr im Großeinsatz bei Brand in Neuenbürger Fabrik

Deshalb wurde unter anderem die Werksfeuerwehr des KIT in Karlsruhe herbeigerufen. Die Einsatzkräfte bekämpften den Schwelbrand mit einem speziellen CO2-Löschmittel. Am Abend spitzte sich die Lage allerdings weiter zu: Der Brand griff auf das Dach des Silos über. Kräfte aller Feuerwehren des westlichen Enzkreises sowie aus Pforzheim wurden deshalb nach Neuenbürg geordert. Außerdem war das Technische Hilfswerk vor Ort. Der Einsatz zog sich bis in die späten Abendstunden. 

In der Nacht auf Montag wurden auch erhöhte Temperaturen in einem zweiten Silo festgestellt, dieses musste ebenfalls geleert werden. Die Pellets seien laut Wankmüller verklumpt, was den ohnehin kniffligen Einsatz noch zusätzlich erschwerte. Eine Gefahr durch Rauchentwicklung oder gar Feuer habe aber nicht bestanden. Der Einsatz dauerte am Montagmorgen noch immer an – allerdings waren die Wehrleute in den letzten Zügen. 20 Einsatzkräfte waren am Morgen noch vor Ort, die Polizei war in der Nacht ebenfalls mehrmals präsent. 

Hinweis über Warn-App

Am frühen Abend sendete die Warn-App "NINA" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Benachrichtigung über eine Geruchsbelästigung an ihre Nutzer. Die Bewohner in Neuenbürg und den umliegenden Gemeinden wurden darin aufgefordert, ihre Fenster geschlossen zu halten. Gleichzeitig wies die App aber auch nochmals darauf hin, dass keine Gefahr bestehe.

Nina Tschan

Nina Tschan

Zur Autorenseite
Maximo Gonzalez

Maximo Gonzalez

Zur Autorenseite
Thomas Meyer

Thomas Meyer

Zur Autorenseite
Carolin Kraus

Carolin Kraus

Zur Autorenseite