Deutliche Baufortschritte sind in der Siebentaler Therme sichtbar. Wegen zusätzlicher Bauarbeiten sind jedoch Anpassungen im Terminplan notwendig.
Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH
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Siebentäler Therme in Bad Herrenalb öffnet erst später – und Renovierung wird teurer
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Bad Herrenalb. Wegen zusätzlicher Sanierungsarbeiten an der Siebentaler Therme in Bad Herrenalb haben sich nicht nur die Baukosten erhöht. Auch soll das Domizil infolge statt im Juli 2026 erst im Frühjahr 2027 eröffnet werden.

Wie die Stadtverwaltung Bad Herrenalb in einer Pressemitteilung bekannt gibt, sind die Arbeiten zur Revitalisierung in den vergangenen Monaten kontinuierlich vorangeschritten. Dafür arbeiten zahlreiche Gewerke parallel an der Umsetzung. Im Zuge der Bauausführung haben sich dennoch Anpassungen im Terminplan ergeben. Nach derzeitigem Stand werde sich die Wiedereröffnung der Therme auf das Frühjahr 2027 verschieben. Der Grund: die Herstellung der Dichtheit der Gebäudehülle hat sich verzögert – und damit zahlreiche nachfolgende Arbeiten im Innenbereich. Darunter Estrich-, Putz- und weitere Ausbauarbeiten.

Seit Anfang dieser Woche läuft die Montage der Fassade, sodass der letzte Schritt zur Schließung der Gebäudehülle erreicht wird. Um den Baufortschritt dennoch bestmöglich aufrechtzuerhalten, ist in den vergangenen Monaten in Teilbereichen mit provisorischen Lösungen gearbeitet worden. Einzelne Arbeiten hat man weiter ausführen und den Gesamtverzug begrenzen können. Zudem werden gezielt die Kapazitäten in der Bauleitung verstärkt, wie Jens Walter, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH erläutert.

„Um die Abläufe auf der Baustelle weiter zu stabilisieren und bei Bedarf entsprechend gegensteuern zu können, wurde durch den Architekten die Personalressource der Bauleitung aufgestockt.“

Parallel dazu erfolge eine kontinuierliche Steuerung und Überprüfung der Projektkosten, so Walter weiter.

„Unser Ziel ist es nach wie vor, die Therme qualitativ hochwertig und wirtschaftlich verantwortungsvoll fertigzustellen.“

Die prognostizierten Baukosten sind um 3,57 Prozent von 16,8 Millionen Euro auf rund 17,4 Millionen Euro gestiegen. Diese Entwicklung sei maßgeblich auf Vergabeergebnisse sowie auf im Bauverlauf notwendig gewordene Nachträge zurückzuführen. Eine Anpassung der Prognosen im Zuge des neuen Zeitplans findet derzeit statt und wird in den kommenden Wirtschaftsplan der Stadtwerke sowie in den städtischen Haushalt 2027 einfließen.

Einen vollständigen Bericht zum aktuellen Stand der Thermensanierung wird Jens Walter in der Gemeinderatssitzung am 29. April geben.