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Sogar die "Village People" hatten die Singener Spaßvögel in ihrer 4x11-Jubiläumskampagne auf die Bühne gebracht. © Günther
07.02.2011

Singener Spaßvögel geben richtig Gas

REMCHINGEN. Die Remchinger Kulturhalle bebte, das Publikum grölte, kreischte und pfiff vor Vergnügen bei der Prunksitzung der Spaßvögel Singen. Der Fasching geht in die heiße Phase und die Spaßvögel gaben richtig Gas in ihrer Jubiläumskampagne „4 x 11 Jahre“.

Bildergalerie: Superstimmung bei der Prunksitzung der Spaßvögel Singen

Viele Narren aus befreundeten Faschingsvereinen und Jecken aus Nah und Fern füllten die große Halle, worüber sich auch Präsident Ralf Morlock freute. Die Stimmung war grandios. Die Garde des Prinzenpaares Jenny I. und André I. eröffneten das über vierstündige Programm mit einem modern und schwungvoll getanzten Marsch.

Gerne gesehene Gäste kündigte im Engelsgewand Sitzungspräsident Nino Arcuri mit den Bääreglounter der Leitung von Lars Langhof die Halle zum Kochen brachten. Die kleine Garde tanzte im Reich des Königs der Löwen. Dompteure der niedlichen Raubkatzen waren Katja Brosi und Marlene Hoffmann. In neuen Kostümen tanzte die Mittlere Garde anmutig zu einem Marsch. Eine tolle sportliche Leistung, verbunden mit viel Freude am Tanzen zeigte Tanzmariechen Michelle Sebastian. Sie wirbelte über die Bühne, machte Überschlag und Rolle rückwärts und sprang in den Spagat, dass es schon beim Zuschauen weh tat. Als neues Tanzpaar tritt seit einem Jahr Mira Beck und Tim Sutter auf. Tolle Beweglichkeit, Grazie und kraftvolle Hebefiguren stecken in ihrem Tanz. Das närrische Volk war total begeistert.

Keine Chance hatten die Singener Töpfleshexen, die sich bei ihrem Tanz mit dem Kinderprinzenpaar Alica Koppo und Tim Fritsch anlegten. Doch nicht nur fürs Auge bot die Prunksitzung jede Menge. So erzählte Christian Zechiel, Präsident der FGAV aus Auerbach von seinem Vaterschaftsurlaub mit zwei Kleinkindern. Er stellte sich das einfach vor, den ganzen Tag daheim zu sein. Den Müttern fehlt „das Orga-Gen“, meinte er. Dass er dann total überfordert lieber wieder ins Geschäft gehen wollte, stellt er bald fest.

Die Rentnerinnen Cordula Steinhilper und Elke Braun plauderten mit nicht mehr ganz frischem Gedächtnis bei Kaffee und Kuchen. Die eine will sich mal wieder das Rauchen abgewöhnen und drückt den Keks im Aschenbecher aus, die andere lernt französisch, weil ihre Tochter ein Baby aus Frankreich adoptiert hat. „I will des Kind verstehe, wenn es schwätze afangt.“ Dann erzählten sie wechselseitig einen Witz, der ganz anderes geht und schließlich wird die Pointe versaut.

„Nino, sing ein Lied“ forderte das Publikum von dem engelgleichen Sitzungspräsidenten. Natürlich musste er „a Wimmerle“ singen. „Mir sinn seit zehn Johr uff de Bühne und bei uns isch´s luschtig“, sangen die Semsegräbsler. Die Stimmungskanonen besangen die Schneeschipperei, bei der „Die Ärm weh tun, un wenn fertig bisch, kommt dr Schneepflug un schiebt älles wieder zu.“

Bernd Kasowski (Katschi), Klaus Wolf (Wuffi) aus Königsbach und Uwe Deiminger, der badische Rebell aus Nöttingen dürfen bei keiner Veranstaltung der Spaßvögel fehlen. Sie hatten diesmal ihre tanzenden „Rebscheren“ dabei. Nach Zugaben sangen sie mit dem Publikum bis zur Erschöpfung das Spaßvogellied „Die Kuh macht muh…“ Aber es gibt noch ältere Spaßvogellieder, die Klaus Schödl, Träger des Goldenen Löwen, sang und auf der Drehorgel begleitete.

Die Zugabe bekamen die Narren schließlich nach der fulminanten „Ilja-Richter-Schlagerparade“ mit Hits aus den 1970/80er Jahren. „Licht aus – Spot an“ rief das Publikum. Die Halle bebte, alles grölte, jubelte und pfiff, als die Top-Ten mit Bonny M, Michael Holm, Vader Abraham mit seinen Schlümpfen, Smokie, Marianne Rosenberg und Village People die alten Lieder sangen, die das Publikum textsicher mitsingen konnte. Das große Spektakel hatte Alexandra Sebastian auf die Beine gestellt. Sie hat zusammen mit Jessica Bäßler den Jubiläumstanz der Prinzengarde einstudiert. Die flotten Tänzerinnen und ein Tänzer waren dann auch der krönende Abschluss des Programms. Die Band „Herzblatt“ unterhielt die Narren zum Tanz und an der Bar.