nach oben
Eine bodennahe Gülleaufbringung reduziert Stickstoffverluste. Foto: Kollros
Eine bodennahe Gülleaufbringung reduziert Stickstoffverluste. Foto: Kollros
06.03.2018

So ein Mist: Düngen der Felder startet wieder – Geruchsbelästigung für Anlieger

Enzkreis/Neulingen-Bauschlott. Jetzt sind sie wieder unterwegs, die Landwirte, die ihre Felder düngen – und so mancher, der sich in der freien Natur aufhält, wird mit der Nase rümpfen. Indes: Es sind die Nährstoffe, die die Jungpflanzen benötigen, um gesundes Getreide und andere Feldfrüchte reifen zu lassen – und die natürlichsten zudem: Mist und Gülle aus der Milchviehhaltung.

Gleichwohl gibt es immer wieder Zeitgenossen, denen die „Landluft“ beim Spaziergang oder der Wanderung missfällt oder die auch mal bei entsprechender Windrichtung in die Wohnsiedlungen getragen wird. „Aber wir nehmen schon bewusst Rücksicht auf die Interessen der Bevölkerung, die wir nur so gering wie möglich belästigen wollen, und koordinieren unsere Fahreinsätze entsprechend“, so der Bauschlotter Landwirt Joachim Fuchs. Bei ihm hielt das Landwirtschaftsamt des Enzkreises gestern einen Pressetermin ab, der der Aufklärung der Öffentlichkeit über ein mit einem „G’schmäckle“ behafteten Thema dienen sollte, so Hilde Neidhardt, Dezernentin im Landratsamt.

Landwirt Fuchs berichtete aus der Praxis, durch Düngung die Pflanzen auf dem Feld „leistungs- und bedarfsgerecht zu ernähren, wie’s auch bei uns Menschen sein sollte“. Dabei bringt er größtenteils Gülle und Festmist aus seiner Milchviehhaltung (65 Tiere) samt Jungviehaufzucht auf seine Felder und nur im beschränkten Umfang organischen Dünger mit den Hauptbestandteilen Stickstoff und Phosphor aus der Fabrik. Dieser Tage erst hat er eine Fuhre von rund 20 Tonnen erhalten, die bei ihm ein Jahr als ergänzende Düngung ausreicht („jede Schippe kostet Geld“), während das jährliche Güllevolumen rund 1500 Kubikmeter beträgt. Auch der Leiter des Landwirtschaftsamts, Jürgen Krepp, ist ein Verfechter des im Stall anfallenden Wirtschaftsdüngers: „Das ist doch toll: ein sauberer, optimaler Naturkreislauf“.

Der Bauschlotter Landwirt Fuchs, einer der noch wenigen Hauptamtlichen im Bereich der Bauschlotter Platte, geht bei der Gülleausbringung noch einen Schritt weiter: Er hat am Tankwagen einen Schleppschlauchverteiler im Einsatz. Dies habe den Vorteil, dass sich die Gülle nur wenig mit der Luft vermischt und somit Geruchsbelästigungen wie auch klimaschädliche Stickstoffverluste weitestgehend reduzierten.

Schreiberling
17.03.2018
So ein Mist: Düngen der Felder startet wieder – Geruchsbelästigung für Anlieger

Die Landwirte nehmen sich immer mehr heraus. Alle Weile gibt es einen Fleisch oder Lebensmittelskandal. Dann haben durch ihre Düngung das Grundwasser an den Rand der Gesundheit gebracht (Nitrate). Dann die Pflanzenschutzmittel eingesetzt, um billig produzieren zu können, Vergiftungsgefahr egal. Genveränderte Lebensmittel züchten und billige Lebensmittel ins Ausland exportieren um die dortige Landwirtschaft kaputt zu machen. Dabei nehmen die Lebensmittelallergien immer mehr zu, während die ...... mehr...

powertrommeln rudi
18.03.2018
So ein Mist: Düngen der Felder startet wieder – Geruchsbelästigung für Anlieger

[QUOTE=Weißglas;297613]Na und dann stinkt es eben. Immer noch besser wie Chemie oder gar nichts zum essen.[/QUOTE] Grüss Gott. Besser ist das nicht, im Gegenteil. Das ist mit ein Grund für die antibiotikaresistenten Keime, die man jetzt in deutschen Bächen, Flüssen und Badeseen findet. mehr...

stichel
18.03.2018
So ein Mist: Düngen der Felder startet wieder – Geruchsbelästigung für Anlieger

[QUOTE=powertrommeln rudi;297688]Das ist mit ein Grund für die antibiotikaresistenten Keime, die man jetzt in deutschen Bächen, Flüssen und Badeseen findet.[/QUOTE] Dies ist das eigentliche Problem, den Gestank kann man ertragen. Und mein Haus liegt in der Nähe von bewirtschafteten Feldern. Ist lästig, klar, vielleicht hilft die Mühlacker Erfindung da einmal. mehr...

Faelchle
18.03.2018
So ein Mist: Düngen der Felder startet wieder – Geruchsbelästigung für Anlieger

In den 60 ern gab es vorwiegend Einstreu in den Ställen, dadurch war ein Großteil der Gülle gebunden und wurde als Mist auf den Feldern aufgebracht. Das war für die Landwirte eine Riesenaufwand. Heutzutage gibt es die Spaltböden, die den Bauern die Arbeit unendlich erleichtern, die aber zur Folge eine weitaus größere Menge Gülle haben. Es gibt zwar eine Düngeverordnung, ob die immer eingehalten wird, wer will das kontrollieren. mehr...