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Auf dem großen Gelände in der Bildmitte auf dem Buckenberg in Pforzheim wird die neue Gustav-Heinemann-Schule, neben der Buckenbergschule entstehen. 

Sonderpädagogische Gustav-Heinemann-Schule: Neue Standorte in Mühlacker, Ötisheim und Wiernsheim

Enzkreis. Das Gebäude der sonderpädagogischen Gustav-Heinemann-Schule (GHS) in der Habsburgerstraße in Pforzheim hat 2017 schließen müssen. Mittlerweile hat der Kreistag beschlossen, die neue GHS in Pforzheim am Strietweg auf dem Buckenberg zu bauen. Dort bietet sich die Möglichkeit auf eine Kooperation mit der benachbarten Buckenbergschule. Nun hat die Arbeitsgruppe Bündnis für inklusive Beschulung ihr Konzept abgerundet. Demnach erhalten Ötisheim, Wiernsheim und Mühlacker neue Satellitenstandorte der Gustav-Heinemann-Schule. Der Sozial- und Kulturausschuss empfahl dem Kreistag bei einer Enthaltung am Montag, den Plänen zuzustimmen.

Vorausgegangen waren dem Gesamtkonzept eine Bedarfsanalyse und Gespräche mit dem Kultusministerium, dem Regierungspräsidium, dem Staatlichen Schulamt und der Schulleitung der GHS. Durch den Austausch habe sich herauskristallisiert, dass drei bis vier Gruppen an einem Standort sinnvoll seien, um ein bedarfsgerechtes Angebot herzustellen.

Zu den Gründen, warum die Wahl auf Ötisheim, Wiernsheim und Mühlacker fiel, wurde in der Sitzung folgendes ausgeführt: Die Henri-Arnaud-Grundschule in Ötisheim biete eine Fläche für vier Klassen. Bürgermeister Werner Henle habe bereits großes Interesse am Ausbau der Schule zu einem Satellitenstandort signalisiert. Auch die beiden Schulleitungen sehen großes Potenzial in der Kooperation. In Wiernsheim bietet die Heckengäuschule als Gemeinschaftsschule mit Grundschule die Abdeckung der Klassenstufen eins bis sieben. Insgesamt können sieben Klassen der GHS am Standort beschult werden. Dafür ist ein Neubau auf dem Campus notwendig, dessen Fertigstellung mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. In Mühlacker wird ein weiterer Satellitenstandort entstehen. Die Berufliche Schule bietet Anknüpfungspunkte im kaufmännischen und gewerblichen Bereich sowie in der Berufsvorbereitung für vier Klassen der Berufsschule.

Günther Bächle (CDU) sagte, die Fraktion unterstütze das Vorhaben. Ihn würden jedoch die Kosten des Ganzen interessieren. Die Finanzierung würde festgelegt werden, sobald die Satellitenstandorte beschlossene Sache seien, so Landrat Bastian Rosenau.

Hans-Peter Huber (SPD) konnte Bächles Worten nur zustimmen. Jedoch frage er sich, warum es keinen Standort im westlichen Enzkreis gebe. „Wir haben uns das zu Beginn auch etwas breiter gefächert vorgestellt“, sagt Finanzdezernent Frank Stephan. Außerdem wolle die GHS keine „Übersplitterung“ und auch die Schülerbeförderung habe nicht ausreichend Personal für mehr Standorte.