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Sozialausschuss hadert mit Zwängen im Enzkreis-Haushalt

Enzkreis. Ein schwieriges Jahr liegt wegen der Corona-Krise hinter dem Kreis – und nicht minder schwierig ist es, einen Haushalt fürs kommende Jahr aufzustellen, der allen Herausforderungen gerecht wird. Das zeigte sich auch jetzt wieder im Sozial- und Kulturausschuss (SKA) des Enzkreises, der, wie alle anderen Ausschüsse des Kreistags auch, die ihn betreffenden Themenfelder noch einmal genau unter die Lupe genommen hat.

Wünsche nach größeren Verschiebungen wurden dabei nicht geäußert und so empfahl der SKA bei zwei Enthaltungen, den Haushalt in seiner jetzigen Form dem Kreistag Mitte Dezember zum Beschluss vorzulegen.

Die große Frage quer durch die Fraktionen im Ausschuss war eher: Wo hat der Kreis angesichts der vielen Pflichtleistungen des Sozialhaushalts, der mit 149 Millionen Euro den größten Brocken des Gesamtetats ausmacht, überhaupt Steuerungsmöglichkeiten? „In geringem Maß haben wir die über die Ausgestaltung der Leistungen“, erläuterte Sozialdezernentin Katja Kreeb. Das Wichtigste, sei jedoch, die erfolgreiche Linie des Enzkreises weiterzuverfolgen, der beispielsweise stark auf Prävention setze, damit Bedürftigkeiten überhaupt nicht erst entstehen. Oder der bei der Betreuung und Unterbringung von Behinderten auf das Konzept „ambulant vor stationär“ setze, so Kreeb.

Das bringe nicht nur vielen Betroffenen einen Mehrwert, sondern helfe auch, die Kosten gering zu halten. So habe der Enzkreis bei der Eingliederungshilfe zwar eine Kostensteigerung von 5,2 Millionen Euro zu erwarten, diese liege aber mit 3,4 Prozent noch deutlich unter dem Landesschnitt von vier bis fünf Prozent.

Mehr aus dem Kreistagsausschuss lesen Sie am 24. November in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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