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Spielothek in Frankfurt
In der Welt der Glücksspielautomaten verloren hat sich der kaufmännische Leiter eines Betriebs, mit dessen Chef er befreundet war. Knapp fünfstellige Beträge waren es am Ende, die alle auf dem Konto des Angeklagten landeten. Arne Dedert/dpa
picture alliance / Arne Dedert/dpa
Region
Spielsucht treibt Buchhalter aus dem Enzkreis in Abwärtsspirale des Betrugs
  • Christiane Viehweg

Enzkreis. Am Ende der Gerichtsverhandlung umarmen sich am Dienstag die einstigen Freunde: Der schluchzende Angeklagte, der seinen vertrauensvollen Chef von Januar 2021 bis Oktober 2024 um knapp eine halbe Million Euro „erleichtert“ hatte, und der Geschädigte, der kein Interesse an dessen Bestrafung zeigte. „Warum hast du bloß nicht mit mir geredet?“, wollte der Firmenchef, der als Zeuge vor dem Schöffengericht in Pforzheim geladen war, von seinem Freund, Buchhalter und kaufmännischem Leiter des Betriebes wissen.

„Ich habe mich so geschämt“, erwiderte der: „Ich hab es einfach nicht fertig gebracht.“

Wie ihm Staatsanwalt Andreas Schröder vorwarf, hatte der 55-Jährige innerhalb von vier Jahren insgesamt 97 Mal Rechnungen für die Firma „bezahlt“, für Lieferungen, die es nie gegeben hatte. Anfangs waren es eher niedrige vierstellige Summen, die sich dann steigerten, bis es sich zuletzt, 15

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