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Die Vorfreude ist groß: Engelsbrander Nachwuchs-Mountainbiker erkunden schon mal das Waldstück, in dem der Bikepark entstehen soll. Foto: Tilo Keller
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Ein erster Entwurf: So könnte die Strecke nach Planungen der Firma Turbomatik zwischen Engelsbrands Hauptstraße, dem Netto-Parkplatz (links) und den Sportanlagen an der Mehrzweckhalle aussehen. Foto: Turbomatik

Spielwiese für Mountainbiker: Grünes Licht für Bikepark bei Engelsbrand

Engelsbrand. Wenn alles glattgeht, wird Engelsbrand schon im Sommer einen Bikepark haben. Das zumindest ist die Hoffnung von Heiko Bismarck, einem der Gründer der Initiative verschiedener Eltern aus der Gemeinde, die sich im Namen ihrer Kinder für ein solches Angebot stark machen. Rund 20 Familien aus allen Ortsteilen unterstützen das Projekt. Einen Verein wolle man aber nicht gründen. „Wir sind nur ein loser Verbund“, sagt Bismarck.

Wenn die Weichen gestellt seien, könne es schnell gehen, so Bismarck im PZ-Gespräch: „Die Bauzeit für die Strecke ist mit ein bis zwei Wochen veranschlagt.“

Der Gemeinderat habe am Mittwoch vergangener Woche einstimmig Grünes Licht für das Projekt gegeben, das über Spenden finanziert werden soll, berichtet Bismarck. Als Standort ist das gemeindeeigene, ebene Waldstück zwischen der Engelsbrander Hauptstraße, der Mehrzweckhalle und dem Netto-Parkplatz vorgesehen. Das fand im Gremium die Zustimmung, nachdem letzten Herbst ein Gelände beim Mühlweg am Sportgelände des 1. FC Engelsbrand noch abgelehnt worden war. Mit 25.000 bis 30.000 Euro veranschlagt die Bikepark-Initiative die Kosten für den Bau der Strecke. Von der Firma Turbomatik, die bereits den Ellmendinger Bikepark verwirklicht hat, liege ein Komplettangebot für Planung und Bau vor.

Dazu kämen noch rund 10.000 Euro für Ausgleichsmaßnahmen, weil der Wald in eine Nutzfläche umgewandelt werden müsse, so Bismarck. Diesbezüglich stünden Gespräche mit dem Forstamt des Enzkreises an.

Was die Finanzierung angeht, ist Bismarck zuversichtlich: „Bei der Gemeinde sind schon 10.000 Euro an Spenden eingegangen, darunter 7500 Euro aus einem Fördertopf des Enzkreises.“ Weitere 10.000 Euro seien von Spendern mit der Baufreigabe versprochen. Begleitend wandte sich auch Bürgermeister Thomas Keller an die örtlichen Unternehmen, mit der Bitte, das Projekt zur „Verbesserung des Freizeitangebots für die Jugendlichen in unserer Gemeinde“ zu unterstützen.

„Für uns war ein Areal am Ortsrand wichtig, das für die Kinder leicht erreichbar ist“, so Bismarck. Nur dann werde die Bahn auch genutzt. Ob zur Auffüllung der Erdhügel wie ursprünglich angedacht der Ausbub vom Bau des neuen Engelsbrander Feuerwehrhauses genutzt werden könne, müsse in weiteren Gesprächen geklärt werden, so Bismarck.

„Der Baumbestand ist so locker, dass wir die Strecken da zwischendurch bauen können“, sagt Bismarck. Gefällt werden solle möglichst nichts: „Die Bäume bieten ja auch Schutz vor Wind, Regen und Sonne und bewahren die Sprunghügel vor Erosion.“

Geplant sind auf der rund 3000 Quadratmeter großen Fläche mehrere Bahnen mit einem Starthügel, sowie verschieden geformten und unterschiedlich hohen Sprunghügeln aus Erde. Dazu kommt ein wellenartiger „Pumptrack“ in Form einer Acht, auf dem ohne zu treten lediglich durch Gewichtsverlagerungen und ziehen am Lenker Schwung geholt wird. Eine „Flowline“ bietet Steilkurven und kleinere Wellen, beziehungsweise Sprünge. Auf dem Techniktrail können beispielsweise auf Wippen aus Holz das Gleichgewicht und die Radbeherrschung trainiert werden. Ausdehnen soll sich das Ganze auf rund 100 Metern Länge und 20 bis 40 Metern Breite. Vorbild seien die Bikeparks in Keltern, Tiefenbronn-Mühlhausen oder Bad Wildbad. „Die Anlage soll später frei zugänglich sein für Jedermann“, so Bismarck. Bei der Pflege, aber auch schon beim Bau des Bikeparks sollen die elf- bis 16-jährigen Bikefans tatkräftig mit anpacken.

Kontakt zur Initiative und Infos für Spender per E-Mail unter bikeparkengelsbrand@web.de