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Nur eines von vielen einstigen Dienstfahrzeugen, die heute ihren neuen Besitzern ein Stück Heimat bieten: Hier sind Christina Burkhard und Martin Bloch mit Hündin Safi vor ihrem neuen Reisegefährt „Big Marmotte“. Sie können viel von Menschen und (Reise)-Mobilen erzählen.  Foto: Herweg 

Stelldichein umgebauter Einsatzfahrzeuge zieht in Niebelsbach Besucher an

Keltern-Niebelsbach. Nicht von der Stange waren die Reisemobile, die am Wochenende beim Signallicht-Treffen in Keltern bestaunt werden konnten. Es waren Umbauten ausgemusterter Behördenfahrzeuge, die am Ortsrand von Niebelsbach die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Beim Anblick der rund 60 ehemaligen Einsatz- und Mannschaftswagen mit Feuerwehr-, Polizei-, THW- oder Bundeswehrvergangenheit glänzten Kinderaugen und die ihrer Väter oft nicht weniger. Die Besitzer waren sehr gerne bereit, interessierten Besuchern Einblick zu gewähren.

Die Ausbauten sind sehr individuell: manche liebevoll-gemütlich, andere funktional. Einige stehen am Anfang des Umbaus, andere sind schon in durchdachter Perfektion eingerichtet.

Vielfältiger noch als ihre Fahrzeuge sind die mobilen Besitzer: Familien mit kleinen Kindern, Einzelreisende, Paare und Freundesgruppen jeden Alters. Aus der Schweiz sind Christina Burkhard und Martin Bloch, die im letzten Jahr von einer sechzehnmonatigen Reise durch die Mongolei, Zentralasien, den Iran und den nahen Osten zurückgekehrt sind. Neben Hündin Safi aus Oman ist der größte Schatz im Wohnmobil ein Buch, in dem sich all die Menschen schriftlich oder mit Fotos verewigt haben, mit denen das Paar auf der Reise Freundschaft geschlossen hat.

Für die weiteste Anreise in diesem Jahr wurden die Gastronomen Erik und Ines Sommer aus Ostritz in Sachsen ausgezeichnet. Ihren ehemaligen Feuerwehr-Iveco haben sie nach ihren Vorlieben eingerichtet. Im hinteren Teil geben die offenen Rollläden den Blick auf die seitlichen Stauräume frei, die mit allerlei Küchenwerkzeug, Zutaten und Getränken bestückt sind. Neben dem Reisemobil steht ein rustikaler Datsche-Ofen, auf dem ein weithin wun-derbar duftender Sauerbraten schmort. Auf der Wiese stehen auch altgediente Gefährte: ein Borgward B 522 von 1962, ehemals vom technischen Zivilschutz, und ein Borgward B 2000 von 1957, der früher der Bundeswehr als Mannschaftswagen diente. Im vorigen Jahr übrigens war das TLF 16/25 der Feuerwehr Keltern das älteste Fahrzeug, das zudem noch im Dienst stand. Auch beim diesjährigen Signallicht-Treffen schaute die örtliche Wehr vorbei: Maik Bohnenberger und Dominic Ziegler zeigten das neue TLF 4000 und demonstreierten den Dach-Schaumwerfer. Der Organisator des Treffens, Tobias Kreiner aus Ellmendingen, freut sich über die Zahl der Teilnehmer und Besucher und die entspannte Atmosphäre, bedauert aber: „Wir hätten gerne schon in diesem Jahr aus dem Signallicht-Treffen ein schönes Event für Keltern und Umgebung gemacht und die örtlichen Vereine mit einbezogen – mit Spielmobil für die Kleinen, Live-Musik am Abend und Bewirtung. Aber Corona hat auch uns enge Grenzen gesetzt, und so müssen wir diese Pläne auf hoffentlich das kommende Jahr verschieben.“