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Beim Martini-Fest des Kieselbronner Tennisclubs spielen die Gugge Gaiße ein Stück nach dem anderen.  Foto: Roller 

Stimmungsvoller Faschingsauftakt: Gugge Gaiße sorgen beim TC Kieselbronn für beste Stimmung

Kieselbronn. Schon von weitem sind sie zu hören: Voll, satt und kräftig klingt es, als die Kieselbronner „Gugge Gaiße“ am Donnerstagabend anfangen zu spielen. Im Gepäck haben sie vor allem moderne Stücke, unter anderem Titel von den Toten Hosen, von Liquido und Deep Purple. Mit ihnen sorgen sie für beste Stimmung beim Martini-Fest des Kieselbronner Tennisclubs. Dort können die Gäste in entspannter Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen, bei einem Glühwein, einem Bier, einem Sekt oder einer Limonade ein paar schöne Stunden verbringen.

Für den Verein ist es die erste Veranstaltung seit dem Lockdown im März vorigen Jahres. Insgesamt sind 24 Helfer in zwei Schichten im Einsatz, alle ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Seit acht Jahren gibt es das Martini-Fest bereits, immer am 11. November, also am Martinstag. Vereinsvorsitzender Bernd Hölle freut sich, dass es dieses Jahr gelungen ist, die Gugge Gaiße zu engagieren. „Das haben wir eigentlich letztes Jahr schon machen wollen, aber dann ist ja alles ausgefallen.“

Für die Gugge Gaiße ist der Auftritt beim Martini-Fest der erste in dieser Faschings-Kampagne – und dann auch noch am Elften im Elften. „Wir wollten schon jahrelang beim Tennisclub spielen“, erzählt Vorsitzender Hartmut Seifried: „Aber dann waren da immer die Rathausstürme.“ Weil diese nun vielerorts ausfallen, hatte man Zeit. „Wir sind heilfroh, dass unser erster Auftritt ein Heimspiel ist.“ Aktuell haben die Gugge Gaiße 42 aktive Mitspieler. 36 von ihnen wirken beim Martini-Fest mit. Im Sommer haben sie wieder angefangen zu proben: bei den Kieselbronner Kleintierzüchtern, weil deren Räumlichkeiten groß genug sind, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

In dieser Kampagne gehen die Gugge Gaiße von rund 20 Auftritten aus, die alle im Freien stattfinden sollen. In normalen Jahren sind es schon dreimal so viele gewesen. Zwar hat man daneben auch noch einige in Hallen im Kalender stehen, aber ob diese unter den aktuellen Bedingungen tatsächlich stattfinden können, bezweifelt Seifried. Umso schwerer wiegt die Freude darüber, dass dieses Jahr überhaupt etwas möglich ist: „Alle wollen wieder, das ist der Wahnsinn.“

Auch nach dem Martini-Fest wollen die Gugge Gaiße aktiv bleiben. Der Silvester-Treff am 31. Dezember bei den örtlichen Kleintierzüchtern soll ebenso stattfinden wie die „Gugg em Fleggä“ am 5. Februar vor dem Kieselbronner Rathaus. Für beide Veranstaltungen wird wieder die 2G-Regel gelten, die ungeimpfte Erwachsene vom Besuch ausschließt.