Karlsbad-Ittersbach/Karlsruhe. Ab Dienstag wird zum dritten Mal in der laufenden Tarifrunde für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg gestreikt, wie die Gewerkschaft ver.di am Samstagabend in einer Pressemitteilung bekanntgab. In diesem Kontext wird Ittersbach erneut bestreikt.
Nach jeweils eintägigen Warnstreiks am 9. und 10. Januar sowie in der Regel zweitägigen Arbeitsniederlegungen in dieser Woche, ruft ver.di in über 30 Betrieben ab dem 28. Januar zu weiteren Arbeitsniederlegungen auf.


Verdi: Weitere Warnstreiks bei privaten Busunternehmen
Im Landkreis Karlsruhe, Landkreis Rastatt, Stadt Rastatt, Enzkreis, in der Stadt Karlsruhe und Pforzheim werden die Arbeitsniederlegungen eintägig am Dienstag, dem 28. Januar stattfinden.
„Wir streben weiterhin eine zügige Einigung an. Doch durch ihre öffentlichen Äußerungen verschärft die Arbeitgeberseite den Tarifkonflikt unnötig. Die Unzufriedenheit der Beschäftigten wächst stetig und immer mehr Kolleginnen und Kollegen sowie Betriebe schließen sich dem Arbeitskampf an, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen“, erklärt Jan Bleckert, ver.di-Verhandlungsführer. „Die Beschäftigten leisten unter schwierigen Bedingungen täglich Großes, um den öffentlichen Personennahverkehr aufrechtzuerhalten. Ihre berechtigte Forderung nach einer besseren Vergütung verdient breite Unterstützung.“
Folgende Betriebe werden am 28.01.2024 im Landkreis Karlsruhe, Stadt Karlsruhe, Landkreis Rastatt, Stadt Rastatt, im Enzkreis und Pforzheim bestreikt:
Landkreis und Stadt Karlsruhe:
- Friedrich Müller Omnibusunternehmen GmbH an den Standorten: Waghäusel, Bruchsal, Linkenheim-Hochstetten und Ettlingen
- SWEG Bus Karlsruhe GmbH
Enzkreis und Stadt Pforzheim
- Friedrich Müller Omnibusunternehmen GmbH am Standort Karlsbad-Ittersbach
Landkreis Rastatt:
- Friedrich Müller Omnibusunternehmen GmbH am Standort Bühl
- SWEG Bus Rheinmünster GmbH
- NVW Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH
Die SWEG Bus Rheinmünster GmbH und die NVW Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH beteiligen sich erstmals am Warnstreik. Dadurch ist diesmal unter anderem auch der Stadtverkehr in der Stadt Rastatt betroffen.
In den bestreikten Unternehmen ist mit erheblichen Ausfällen im Linienbetrieb zu rechnen. Die Streikaufrufe gehen den Betrieben immer mit Vorlauf zu, sodass die bestreikten Betriebe ihre Kund:innen auch selbst rechtzeitig informieren können.
Die dritte Verhandlungsrunde mit dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO) findet am 31. Januar statt.


Ab Dienstag: Buswarnstreik trifft abermals die Region
ver.di fordert für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe unter anderem neun Prozent mehr Entgelt sowie 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Friedenspflicht war am 31. Dezember 2024 ausgelaufen.
Die Arbeitgeber sind bisher lediglich bereit, die Inflation bei einer Laufzeit von zwei Jahren auszugleichen und über eine betriebliche Altersversorgung zu reden. Eine echte Verbesserung der Arbeitsbedingungen lehnen sie ebenso kategorisch ab, wie zusätzliche freie Tage für Gewerkschaftsmitglieder.

