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Stutenschänder: Polizei fahndet nach Mann mit Zopf
Stutenschänder: Polizei fahndet nach Mann mit Zopf © Symbolbild: dpa
16.08.2012

Stutenschänder: Polizei fahndet nach Mann mit Zopf

Enzkreis/Keltern. Hinweis auf einen Mann, der sich auf einer Koppel in Keltern auffällig verhielt. Polizei veröffentlicht Beschreibung, weitere Zeugen gesucht.

Die Pforzheimer Polizei fahndet nach einer Person, die im Zusammenhang mit den drei Stutenschändungen in der Region stehen könnte. Grund dafür ist ein Hinweis, dass etwa 14 Tage vor der Misshandlung einer Stute auf einer Koppel in Ellmendingen/Keltern am 17./18. Juli ein Mann dort durch sein merkwürdiges Verhalten aufgefallen ist.

Der unbekannte Mann sei mitten auf einer Koppel bei den Pferden gestanden und habe Kontakt zu den Tieren gesucht, so die Polizei. Ermittlungen ergaben, dass die von dem Mann bei seiner Ansprache abgegebene Erklärung für den Grund seines Aufenthaltes auf der Weide falsch sein dürfte. Nachdem er angesprochen worden war, habe der Mann das Gelände schnellen Schrittes verlassen.

Weil die Koppel nur durch eine Straße vom späteren Tatort getrennt ist, vermutet die Polizei, dass diese Beobachtung möglicherweise im Zusammenhang mit der späteren Tat auf der gegenüberliegenden Koppel stehen könnte.

Die Person wird wie folgt beschrieben: Männlich, etwa 30 Jahre alt, rund 1,75 Meter groß, kräftige bis dickliche Gestalt, auffällig pausbäckiges rundliches Gesicht, dunkle nackenlange Haare hinten zum Zopf gebunden, trug zur Antreffzeit ein dunkles Kapuzen-Sweatshirt mit weißer Aufschrift auf der Brust und einen Stecker oder Knopf im Ohr.

Um einen Zusammenhang zur Tat herstellen oder ausschließen zu können, bittet die Polizei um Hinweise, die zur Identifikation der Person führen. Wer die beschriebene Person kennt oder diese im Bereich Keltern in den vergangenen Wochen ebenfalls gesehen hat, wird gebeten sich mit der Ermittlungsgruppe Koppel unter der Telefonnummer (0 72 31) 18 60 in Verbindung zu setzen.

In Keltern, Sternenfels und Maulbronn sind in den vergangenen Wochen drei Stuten im Genitalbereich verletzt worden – eine davon so schwer, dass sie eingeschläfert werden musste. Die Polizei hat daraufhin die sechsköpfige Ermittlungsgruppe Koppel gegründet. Im Rahmen der Ermittlungen wurden unter anderem die Tatorte von der Bereitschaftspolizei durchkämmt und in Sternenfels ein nahe der Weide gelegener Teich von Polizeitauchern durchsucht. Dabei wurde am Montag eine Metallstange gefunden, die mit dem Verletzungsschema der eingeschläferten Stute übereinstimmt. Verwertbare DNA-Spuren seien nach der Liegezeit im Wasser aber nicht mehr vorhanden, so Polizei-Pressesprecher Frank Otruba. Neben einem gelben Eimer, der nahe dem Sternenfelser Tatort gefunden wurde, hätten dort auch lilafarbene Einweghandschuhe gelegen, deren Herkunft nicht zuzuordnen war und die möglicherweise vom Täter benutzt worden sein könnten.

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