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Eine Spende wird mit einer Spende beladen: Die Firma „Jeremias“ in Birkenfeld stiftete dem Hilfstransport des DRK 80 Kilo Spätzle, die im Rot-Kreuz-Bus nach Armenien transportiert werden. Das Fahrzeug ist eines von zwei Autos, die künftig in Armenien Dienst tun sollen. Die Nudeln verarbeitet Thomas Knapp (rechts) für ein Linsengericht, das er für Bedürftige kochen will. Mit ihm freuen sich (von links) Daniela Exler von Jeremias, Michael Uibel vom DRK-Landesverband, der zweite Fahrer des Hilfstransports Walter Franz und Guido Jeremias. Gestern startete die Tour von Franz und Knapp. Kommenden Montag wollen sie Eriwan in Amenien erreichen. Foto: Privat 

Thomas Knapp fährt fürs DRK Spenden 4000 Kilometer weit nach Armenien

Mühlacker/Birkenfeld. Was für eine Tour: Als Thomas Knapp und Walter Franz am Dienstag in Mühlacker die beiden ehemaligen Einsatzfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) starteten sie auf eine Odyssee über Passau, Wien und Osteuropa, übers Schwarze Meer nach Georgien und schließlich Armenien.

Etwas mehr als 4000 Kilometer trennen Mühlacker von Eriwan, der Hauptstadt des Kaukasus-Staats. Und beide trennen auch Welten in Sachen Wohlstand. Der DRK-Landesverband pflegt deshalb seit der Zeit eines verheerenden Erdbebens, das die damalige Sowjetrepublik Armenien Ende 1988 erschütterte, eine Hilfspartnerschaft mit dem armenischen Roten Kreuz, unterhält in Eriwan unter anderem ein „Haus der Hoffnung“ und eine „Küche der Barmherzigkeit“. Diesen Projekten dient nun auch die große Fahrt der Männer aus Mühlacker.

Fast eine Woche werden die beiden unterwegs sein. Alleine 60 Stunden dauert die Fähr-Überfahrt vom bulgarischen Burgas übers Schwarze Meer nach Georgien. „Für solche Aktionen habe ich jetzt ja Zeit“, schmunzelt Knapp mit Blick auf sein reduziertes politisches Engagement. Er und Franz steuern dabei die Hauptspende selbst: ein VW-Bus des DRK-Landesverbands und ein Touran der Bergwacht Rottweil, bleiben in Armenien. Für den Rückweg nehmen Knapp und Franz den Flieger.

In den Fahrzeugen stecken freilich weitere Hilfsgüter. Und 80 Kilogramm Spätzle. Vor dem Start holten die Armenienfahrer diese Fracht als Spende von „Jeremias“ in Birkenfeld ab. Aber warum Spätzle nach Eriwan fahren? Das hat mit einer früheren Reise Knapps als Vorstandsmitglied des DRK-Pforzheim-Enzkreis zu tun.

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