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Landwirte können für durch Wölfe gerissene Nutztiere eine Entschädigung erhalten. Die Tötung durch den Wolf muss vorher aber erst durch einen Gentest nachgewiesen werden.  Foto: Ingo Wagner/dpa 

Tier hat in Bad Wildbad Schafe gerissen - war es ein Wolf?

Bad Wildbad. Bei Bad Wildbad sind drei Schafe gerissen worden. Nun muss schnellst möglich herausgefunden werden, ob ein Wolf dahinter steckt.

Von einem „hundeartigen Tier“ sind die Schafe getötet worden, schreibt das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Der Vorfall ereignete sich am zurückliegenden Sonntag. Im Ministerium ist der Vorgang unter dem Aktenzeichen „72-8852.44 Wolf“ registriert. Seitens des Ministeriums heißt es, dass „ein Wolf als Verursacher zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden kann“. Tatsächlich sind mittlerweile im Land vereinzelt Wölfe unterwegs. Am 7. Oktober war es erstmals seit Bestehen des Bundeslandes Baden-Württemberg zu Wolfsrissen auf einer Weide in Unterkessach bei Widdern an der Jagst gekommen. Dort waren drei Schafe gerissen worden. Dass die Tat auf das Konto eines Wolfes zurückzuführen ist, hatte die Untersuchung der Außenstelle Gelnhausen des Frankfurter Senckenberg-Instituts ergeben.

Mit den ersten Untersuchungen im Bad Wildbader Fall war Jochen Bock zuständig, der als einer von zwei Wildtierbeauftragten im Kreis Calw tätig ist. Der Beamte vom Forstrevier Aichelberg hat sich den Fundort genau angesehen und ist sich sicher, dass nur drei Täterkreise in Frage kommen: ein streunender Hund, ein Wolf oder ein Luchs. Man habe die Kadaver an die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg nach Freiburg verbracht, wo die Bissspuren untersucht würden. Überdies seien Speichelproben genommen worden. Das genetisch verwertbare Material werde nun vom Senckenberg-Institut untersucht. Dies ermögliche eine DNA-Analyse. In spätestens zwei Wochen wisse man genau, welches Tier die drei Schafe gerissen habe.

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